So, 18. November 2018

Bei OGH abgeblitzt

06.11.2018 06:30

Kein Schmerzensgeld für Beinbruch am Spielplatz

13.721 Euro Schmerzensgeld forderte eine Pensionistin aus Gilgenberg am Weilhart in Oberösterreich von der Gemeinde. Sie hatte sich beim Schaukeln mit einem Enkerl am Spielplatz das Sprunggelenk gebrochen. Angeblich, weil die Schaukel zu niedrig montiert war. Der Oberste Gerichtshof ließ die Klägerin abblitzen.

Die Innviertlerin wohnt nahe dem Kinderspielplatz. Im Vorjahr war sie dort mit einem Enkerl. Beim Schaukeln mit der Netzschaukel blieb die Pensionistin mit ihrem rechten Fuß hängen und brach sich das Sprunggelenk. Sie musste aufwendig operiert werden, bekam eine Metallplatte und sechs Schrauben eingesetzt.

Zu niedrig montiert
Die Innviertlerin war der Meinung, dass die Gemeinde schuld an ihrem Unfall hatte, weil die Netzschaukel nicht - wie in der ÖNorm EN1176-2 vorgesehen - mit einem Bodenabstand von 40 Zentimetern montiert war, sondern nur 18 Zentimeter über dem Erdboden schwebte. Sie forderte 13.721 Euro Schmerzensgeld, bekam beim Landesgericht Ried/I. Recht, zog aber beim Berufungsverfahren der Gemeinde (Anwalt Christian Haslinger) am OLG Linz den Kürzeren. Daraufhin wandte sich die Klägerin an den Obersten Gerichtshof, blitzte aber auch dort ab. Erwachsene dürfen zwar auch Kinderspielgeräte benutzen, von ihnen darf man aber verlangen, dass sie die Gefahren einschätzen können.

Schaukel hängt wieder
Die Gemeinde montierte die Netzschaukel zuerst ab, nun hängt sie aber wieder: in 40 Zentimetern Höhe.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Kristoffersen dahinter
Hundertstel-Krimi! Hirscher führt im Levi-Slalom
Wintersport
Projekt in Steiermark
Nachhaltige Kaserne: Bundesheer klopft auf Holz
Österreich
Tradition und Moderne
Ägypten: Aufbruch im Land am Nil
Reisen & Urlaub
Die neue „Buhlschaft“
Ist das Ihre Traumrolle, Frau Tscheplanowa?
Salzburg
Licht, Alarmanlage
So schützen Sie Ihr Zuhause vor Einbrüchen!
Bauen & Wohnen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.