Ausgerechnet über die als (selbstredend) tier- wie extrem hundefreundliche Tierwelt Herberstein hat sich jetzt ein Schwall der Empörung ergossen. Grund: die Empfehlung für Maulkörbe bei Besucherhunden. Was an sich niemanden stören kann, aber: Diese bezog sich vorerst nur auf so genannte „Listenhunde“. Die Geschäftsführung bedauert die „unglückliche Formulierung“ - und formulierte neu.
Doris Wolkner-Steinberger betont, dass sich in der Tierwelt alle wohlfühlen sollen. Die Tierwelt Herberstein hat für Besucher auf vier Pfoten viel Angebot, das gern genutzt wird „Listenhunde“, „Kampfhunde“ – Bezeichnungen, die viele nicht mehr hören können, weil es den „Kampfhund“ als Einteilung ja nicht einmal gibt. Und in der Beißstatistik der erste „Listenhund“ nur auf Platz zehn rangiert Dass der Zorn vieler – siehe soziale Medien und Anrufe – jetzt aber gerade die Tierwelt Herberstein trifft, ist „für uns natürlich schlimm“, so die engagierte Chefin Doris Wolkner-Steinberger. „Weil gerade wir als hundefreundliches Ausflugsziel gelten, was bestens ankommt, wir Besucherhunde ausdrücklich begrüßen und auch viel für sie anbieten.“
Empfehlung gilt jetzt für alle Rassen
Da gibt es schon bei der Kassa ein Leckerli für den Gast auf vier Pfoten, ein „Sackerl fürs Gackerl“, Tränken sind auf dem ganzen Areal, die Panoramaschenke bietet sogar eine „Hundebrettljause“. Und die spezielle Hundewaschstraße macht den Wauzi rundherum schön. Aber nach einigen Beschwerden hundeloser Gäste „haben wir mit der Empfehlung reagiert. Natürlich kann man darüber diskutieren, dass sich die vorerst auf ,Listenhunde’ bezogen hat. Das haben wir nach den Rückmeldungen geändert.“ Jetzt gilt die Maulkorb-Empfehlung für alle Rassen, „dazu richten wir den Appell an alle Halter, ihr Tier verantwortungsvoll und ordentlich zu führen“. Sie betont: „Das Führen an der kurzen Leine ist bei uns wirklich Pflicht. Die Sicherheit all unserer Besucher und unserer Schützlinge in der Tierwelt ist uns oberstes Gebot.“ Also - alles wieder in Ordnung, Hund und Herrl willkommen, „gerade wir sehen uns als entspannte Begegnungszone für alle“.
Christa Blümel, Kronen Zeitung
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.