Mi, 17. Juli 2019
29.10.2018 06:49

Autos mitgerissen

Totalsperre am Brenner nach Murenabgang aufgehoben

Chaos nach einem schweren Unwetter in weiten Teilen Italiens und am Brenner: Starkregen hat im Norden des Landes für heftige Überflutungen gesorgt, im Süden gab es sogar mehrere Tote. Eine Mure, die auf die Brenner-Autobahn niederging, legte die Verkehrsverbindung am Sonntagabend lahm. Mehrere Autos wurden mitgerissen. Auch die Bahnstrecke und Brennerstaatsstraße mussten vorläufig gesperrt werden.

Die Sperre der wichtigen Verkehrsachse zwischen Brenner und Sterzing konnte laut ÖAMTC noch am Sonntag aufgehoben werden. Die Sperre war nach einer Mure auf italienischer Seite erfolgt. Mehrere Fahrzeuge wurden von ihr getroffen, es gab einen Leichtverletzten.

Unwetter forderte mindestens fünf Tote in Italien
Der Zivilschutz sprach von außergewöhnlichen Wetterverhältnissen und rief zu maximaler Wachsamkeit auf. Zudem riefen die Behörden für weite Teile des Landes die höchste Alarmstufe aus. 

Männer in Kalabrien durch Erdrutsch getötet, als sie Rohr reparieren wollten
Vier Männer starben in der südlichen Region Kalabrien. Sie seien in der Nähe der Stadt Crotone von einem Erdrutsch getötet worden, als sie ein durch das Unwetter zerstörtes Rohr reparieren wollten, berichtete die Polizei am Sonntag. Beim Hafen von Catanzaro an der Stiefelspitze Italiens fand die Feuerwehr einen Toten, nachdem ein Segelboot von der Strömung fortgerissen worden war.

Sturmböen und Starkregen erfassten auch Sardinien und die benachbarte französische Insel Korsika. Die Wetterdienste maßen dort Böen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern in der Stunde. In der Region Venetien wurden Überschwemmungen und Erdrutsche befürchtet. Schulen in der gesamten Region, in der auch Venedig liegt, bleiben am Montag geschlossen. Der berühmte Markusplatz war schon am Sonntag überschwemmt, wie Videos zeigten.

Auch bei Genua ging ein Erdrutsch nahe einer Autobahn ab. Mehrere Familien mussten ihre Häuser verlassen und wurden in Notunterkünfte gebracht. In der Region Ligurien um Genua warnten die Behörden die Küstenbewohner vor einem schweren Sturm in den kommenden Stunden. Auch in dieser Region sollen die Schulen am Montag geschlossen bleiben.

Ebenso in Rom: Auch dort bleiben Schulen und Kindergärten geschlossen, überhaupt sollten die Menschen nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Für Küstenorte warnte der Zivilschutz vor Sturmfluten. Auch in weiten Teilen der Toskana bleiben Schulen am Montag zu.

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