Mi, 21. November 2018

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25.10.2018 10:32

Das Schildkröten-Asyl mitten in Kärnten

An die 100 ausgesetzte und abgegebene Schmuckschildkröten beherbergt Helga Happ im Reptilienzoo in Klagenfurt. Mittlerweile gehen die Kosten in die Hunderttausende Euro.

„Als Winzlinge, weil sie so süß aussehen, werden die Amerikanischen Schmuckschildkröten gerne angeschafft und wenn sie dann zu groß werden, wissen die Leute nicht mehr, was sie tun sollen. Denn wer hat schon einen eigenen Teich“, weiß Reptilienexpertin Helga Happ mittlerweile ein Lied zu singen, denn in ihrem Reptilienzoo hat sie einen Teich als Schildkröten-Asyl mit 100 dieser wunderschönen Exemplare eingerichtet. Der Teich wird aber allmählich zu klein. „Ich hätte zwar ein tolles Grundstück auf dem Kreuzbergl, aber die Kosten dafür kann ich nicht alleine tragen“, erklärt Happ. Denn allein die Kosten für die Verpflegung des derzeitigen Standes gehen in die Hunderttausende.

34 Schmuckschildkröten musste Happ im Jahr 2015 übernehmen, 2016 waren es 41 und 2017 29. Eine Wasserschildkröte kostet pro Tag im Freiland 6,13 Euro. Und obwohl sie als Reptilienauffangstation vom Land Kärnten fungieren soll, gibt es keine Unterstützung. Im Gegenteil, es wurde sogar angedroht, dass es einen Tötungsauftrag für die Tiere geben könnte. Das kommt für die Expertin aber nicht in Frage. „Es muss aber bald eine Lösung her. Es darf nicht sein, dass man Schildkröten ohne Kenntnis kaufen kann“, betont Happ. Wasserschildkröten brauchen einen Teich, damit sie im Schlamm überwintern können.

Claudia Fischer, Kronen Zeitung

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