Fund in Teich:

Rieder Bombenbastler von Vergangenheit eingeholt

Da könnte einen heute 34-jährigen Innviertler seine Vergangenheit als Bombenbastler einholen. Vor zehn Jahren hatte er sich in seiner damaligen Wohnung in der Schwimmbadstraße fast ins Jenseits gesprengt, verlor drei Finger. Nun tauchten fünf Höllenmaschinen, die ihm zugeschrieben wurden, im Teich im Stadtpark auf.

Beim Ablassen des kleinen Teichs war einem Arbeiter ein 25 Zentimeter langes Rohr, das hinten und vorne verschraubt war, aufgefallen. Wie berichtet, fanden alarmierte Polizisten noch weitere vier solcher Rohrbomben im Schlamm des Teichs. Experten sicherten den brisanten Fund und sprengten ihn kontrolliert.

An alten Fall erinnert
Die Höllenmaschinen erinnerten die Ermittler gleich an einen zehn Jahre alten Fall: Mitte Juni 2018, während der Fußball-EM, hatte es in der Schwimmbadstraße eine Explosion gegeben. Dem damals 24-jährigen Anthony Sch. war beim Bombenbasteln ein Sprengkörper detoniert. Er landete auf der Intensivstation, büßte drei Finger seiner linken Hand ein.

Ganzes Arsenal in Wohnung gehortet
Die Ermittler fanden damals in der Wohnung ein Arsenal an Raketen, Böllern und sechs Eigenbau-Rohrbomben. Auch diese wurden zur Sicherheit gesprengt. „Dem Burschen ist rechtlich nichts passiert. Er ist hier zwar ausgezogen, lebt aber noch in Ried“, wissen Nachbarn von damals, bei denen nach dem Bombenfund im Teich die alte Geschichte wieder zum Thema wird.

Verfassungsschutz eingeschaltet
Die Polizei Ried, die inzwischen den Verfassungsschutz eingeschaltet hat, ermittelt, ob die nun gefundenen Bomben dem Bastler nachgewiesen werden können. Er hatte damals im Teich die Bomben getestet - offenbar waren einige nicht detoniert.

Markus Schütz/Kronen Zeitung

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