Mi, 14. November 2018

150 neue Mitarbeiter

14.10.2018 09:00

50 Millionen Euro für Fürstenfelder Nidec-Werk

Jahrelang fehlten dem großen Kompressorenwerk in Fürstenfeld die „PS“, seit der Übernahme durch den japanischen Großkonzern Nidec im Vorjahr läuft der Motor aber wieder auf Hochtouren. Innerhalb von drei Jahren sollen 50 Millionen Euro in den Standort investiert werden, gut 150 neue Arbeitsplätze könnten entstehen.

Wir haben am Standort viele Höhen und Tiefen erlebt", sagt Geschäftsführer Rudolf Mirth. Das 1983 unter dem Namen Verdichter Österreich in Betrieb genommene Werk hat eine bewegte Geschichte mit wechselnden Eigentümern.

Die Wirtschaftskrise ab 2008 traf Fürstenfeld hart, Eigentümer ACC musste 2012 sogar Insolvenz anmelden. Ein deutscher Finanzinvestor übernahm, investierte aber kaum, sogar die Verlagerung der Produktion drohte. Der Mitarbeiterstand sank von einstmals mehr als 800 auf nur noch 300.

Japaner brachten Aufschwung
Doch im Sommer 2017 kam der große Umschwung - mit einem neuen Eigentümer aus Asien: Nidec, ein stark wachsender japanischer Konzern mit weltweit 130.000 Mitarbeitern und mehr als 300 Unternehmen. Groß geworden ist Nidec mit kleinen Elektromotoren, der Fokus rückt jetzt immer stärker auf Automatisierung und dem vernetzten Internet der Dinge. „Wir passen da genau rein“, erzählt Mirth.

Auslastung soll deutlich steigen
In Fürstenfeld werden Kompressoren für Gefriertruhen und Kühlschränke hergestellt. Zuletzt wurde die Kapazität von sechs Millionen Stück pro Jahr aber nur zu einem guten Drittel ausgeschöpft, die Auslastung soll - und wird - sich klar steigern. Nicht nur das: Seit August werden auch Waschmaschinenmotoren in Fürstenfeld produziert.

Bis zu 150 neue Mitarbeiter
Bei einem Werksbesuch gemeinsam mit der steirischen Plattform Automatisierungstechnik ist der Optimismus überall spürbar. Gut 50 Millionen Euro sollen bis Ende 2020 in Maschinen, neue Produkte und verstärkte Automatisierung fließen, zu den derzeit 380 Mitarbeitern könnten etwa 150 dazukommen.

Doch ein Problem der Branche macht auch vor Nidec nicht halt: Es ist sehr schwer, im technischen Bereich Fachkräfte zu finden. „Wir suchen weltweit“, erzählt Mirth.

Jakob Traby
Jakob Traby

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Steiermark
Aktuelle Schlagzeilen
Rund 10 Millionen Euro
Am Sonntag wartet dritter Lotto-Sechsfachjackpot!
Österreich
Nicht zu glauben!
Test-Fiasko! Schweiz blamiert sich gegen Katar
Fußball International
Eklat bei Bayern
TV-Experten geohrfeigt: Ribery entschuldigt sich
Fußball International
Urteil in St. Pölten
Mit Pkw auf Ex-Freund und neue Freundin zugerast
Österreich
Mit Probeführerschein
Lenker (20) raste Polizei im 244-PS-Audi davon
Oberösterreich
Fußprellung
Deutschland gegen Russland ohne Dortmund-Star Reus
Fußball International
Als Sportdirektor
Nächster Paukenschlag! Rieds Schiemer schmeißt hin
Fußball National

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.