09.10.2018 15:00 |

Herd defekt

Gas tagelang unbemerkt in Wiener Wohnung geströmt

Übelkeit, Erbrechen, Schwindelanfälle, Kopfschmerzen - der achtjährige Sohn musste im Spital behandelt werden. Es hätte noch schlimmer kommen können. Die Familie wäre in ihrer Wohnung in Wien-Döbling fast in die Luft geflogen. Grund: ein Gasleck, weil der neue Gasherd schlampig angeschlossen worden ist.

Das Pech begann schon im Sommer. Der neue Herd um fast 1000 Euro war außen beschädigt und musste getauscht werden. Der Tausch erfolgte im September, und das sehr unprofessionell. „Das Anschlussrohr zum Herd war undicht. Der Installateur hat nicht sauber gearbeitet“, bestätigen die Wiener Netze. Als Folge traten ständig kleine Mengen Gas aus.

„Von Firma kam keine Entschuldigung“
Familie M. war tagelang einem toxischen Cocktail ausgesetzt. Bis die Sache eskalierte. „Mein Sohn hat am Morgen erbrochen, er nahm Gasgeruch in der Küche wahr“, sagt Markus M. Der Bub musste ins AKH, der Störungsnotdienst rückte an und drehte sofort die Zuleitung ab. „Die sagten, das ganze Haus hätte in die Luft fliegen können“, erklärt der Familienvater. Was ihn besonders ärgert: „Von der ausführenden Firma kam nicht mal eine Entschuldigung. Nichts!“ Jetzt ermittelt auch die Polizei - wegen fahrlässiger Körperverletzung. 

Alex Schönherr, Kronen Zeitung

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