Sa, 15. Dezember 2018

„Habe keinen Krebs“

08.10.2018 09:25

Glatze durch Krankheit: Italienerin modelt weiter

Stundenlang reißen sie sich die Haare raus - bis der Kopf von kahlen Stellen übersät ist: Gut ein Prozent der Weltbevölkerung leidet laut Schätzungen von Experten unter diesem Zwang - der sogenannten Trichotillomanie. Sara Meucci ist eine davon. In sozialen Netzwerken will das italienische Model andere Menschen, die unter Haarausfall oder derselben Krankheit leiden, inspirieren.

Das 28-jährige Model aus Florenz leidet seit seiner Jugend an der psychischen Zwangsstörung. In Situationen, in denen sie Angst empfand, begann sie ihre Wimpern auszureißen. Später machte sie dasselbe auch mit ihren Augenbrauen und ihren Haaren am Kopf. Doch sie schämte sich dafür. In der Öffentlichkeit und bei Fotoshootings trug sie deshalb bisher immer Perücken, Kopftücher und falsche Wimpern, um sich selbstbewusster zu fühlen.

„Leute waren schockiert, dass ich selbst dafür verantwortlich bin“
Sara selbst meinte, dass sie aufgrund ihrer Glatze oft gefragt werde, ob sie Krebs habe. Wenn die Leute dann hören, dass Sara selbst für ihren Haarverlust verantwortlich ist, seien sie schockiert. „Die Standards der Gesellschaft haben mich dazu gebracht, dass ich mich unwohl fühlte, vor allem als ich ein Kind war“, erklärte sie weiter.

„Ich kann trotzdem gut aussehen“
Doch dann hat die junge Frau entschieden, sich so zu akzeptieren wie sie ist: „Als ich zu dem Entschluss gekommen bin, dass ich trotzdem gut aussehen kann, hat sich alles verändert. Ich habe mich verändert und auch die Leute um mich herum.“ Sie beschloss, sich nicht mehr hinter falschen Wimpern oder Perücken zu verstecken.

„Bekomme viele Nachrichten“
„Ich poste viele Bilder auf Instagram, von denen ich denke, dass sie andere Frauen wie mich inspirieren könnten und es funktioniert. Ich bekomme viele Dankes-Nachrichten - sogar von Männern, die unter permanentem Haarverlust leiden.“ Und Sara will weitermachen: Derzeit arbeitet sie an ihrem eigenen Blog, in dem es um ihre Erfahrung mit Trichotillomanie gehen soll.

In Deutschland ist die psychische Störung erst seit den achtziger Jahren bekannt. Oft wissen die Trichotillomanen lange Zeit selbst nicht, dass sie krank sind. Experten schätzen, dass mindestens 0,6 Prozent der Bevölkerung daran leiden, wobei die Dunkelziffer um einiges höher eingestuft wird. 

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