Do, 18. Oktober 2018

Verein „Nett“ zu B 320

04.10.2018 08:40

Visionen abseits der alten Lagerkämpfe gesucht

Nicht länger warten soll die Politik beim ganztägigen Verbot für den Lkw-Transit im Ennstal. Das forderte die Bürgerinitiative „Nett“ (Nein-Ennstal-Transit-Trasse) am Mittwoch in Trautenfels. Anstatt einander den Schwarzen Peter zuzuschieben, brauche es „eine gemeinsame Vision abseits alter Lager und Kämpfe“. Wie berichtet, will die Landesregierung im November konkrete Maßnahmen präsentieren.

Seit 1991 setzt sich die Initiative „Nett“ um Obmann Rolf Seiser und Sprecher Johann Stangel gegen den massiven Lkw-Transit durchs Ennstal ein - aber auch gegen eine Autobahn an der Enns. Dass letztere mangels Umsetzungschancen so gut wie vom Tisch ist, liege übrigens am Wasserrecht: „Der Wachtelkönig hatte darauf keinen Einfluss!“, betonen Seiser und Stangel.

Die Politik habe seit einer Wasserrechtsverhandlung 2010 von der Unmöglichkeit einer vierspurigen Straße gewusst - und Jahre verstreichen lassen. „Nun schieben Politiker den Schwarzen Peter langjähriger Untätigkeit von sich weg“, so die Kritik.

Dabei seien es Initiativen wie „Nett“, die statt der Ennsnahen Trasse längst Verbesserungen des Bestands fordern, wird nun festgehalten. Darunter der Ausbau von Begleitstraßen in Wörschach, Haus oder Aich, aber auch die Schaffung sicherer Auf- und Abfahrten - und der Bau von mehr Überholstrecken entlang der B 320.

„Mautschmarotzer“ sollen verbannt werden
Zentrale Forderung aber bleiben strengere Strafen für „Mautschmarotzer“: Erhebungen nach seien bis zu 80 Prozent der Lkw auf der B 320 Mautflüchtlinge. Bereits 2004 habe die damalige Landeshauptfrau Waltraud Klasnic die Routenbindung für Lkw versprochen. Rolf Seiser und Johann Stangel fordern eine Angleichung des Fahrverbots für den Durchzugsverkehr über 3,5 Tonnen: Dieses gilt von Liezen bis Mandling nur in der Nacht; auf dem Salzburger Teil der Ennstalstraße hingegen den ganzen Tag.

Matthias Wagner
Matthias Wagner

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