Mo, 24. September 2018

Migranten eingekreist

15.09.2018 21:15

Chemnitz: „Bürgerwehr“-Mitglieder festgenommen

Eine selbst ernannte Bürgerwehr hat am Freitagabend in der ostdeutschen Stadt Chemnitz mehrere Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, die an einer Geburtstagsfeier in einem Park teilnahmen, bedroht und nach ihren Ausweisen verlangt. Die von einer „Pro Chemnitz“-Demonstration kommende Gruppe von Männern im Alter zwischen 27 und 33 Jahren gaben sich als Ordnungskräfte aus und bedrängten die Feiernden und andere Besucher des Parks. Ein Iraner wurde verletzt.

Augenzeugen berichteten von fremdenfeindlichen Äußerungen durch die „Bürgerwehr“-Mitglieder. Die bedrohten Jugendlichen und jungen Erwachsenen ergriffen laut Staatsanwaltschaft die Flucht und alarmierten die Polizei.

Großteil der Männer wieder auf freiem Fuß
Die Exekutive verhaftete noch an Ort und Stelle - es handelte sich um den Park auf der Schlossteichinsel (siehe Karte) - die 15-köpfige Gruppe. Neun der 15 Männer hätten nach den polizeilichen Maßnahmen das Revier wieder verlassen. Gegen sie werde weiter ermittelt. Ein 31-Jähriger sitze in Haft, weil er unter Bewährung gestanden habe. Gegen die übrigen fünf Männer soll bereits bis zum Mittwoch im Schnellverfahren am Amtsgericht Chemnitz verhandelt werden.

Chemnitz kommt seit dem tödlichen Messerangriff auf den 35-jährigen Deutschen Daniel H. - als Tatverdächtige gelten zwei Iraker und ein Syrer - nicht zur Ruhe. Nach der Bluttat kam es zu mehreren gewalttätigen Ausschreitungen am Rande von rechten und linken Demonstrationen.

 krone.at
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