Fr, 21. September 2018

Sechs Männer angezeigt

11.09.2018 10:49

Tirol: Millionenbetrug mit Diamanten aufgeflogen

Eine seit Jahren professionell agierende Betrügerbande konnte die Tiroler Polizei nun ausforschen. Die sechsköpfige Gruppe, die von Wien aus die Deals machte, hatte ihren Opfern Geschäfte mit Diamanten versprochen, die es freilich nie gab. Insgesamt fielen 47 Personen bundesweit auf die Betrugsmasche hinein. Der Schaden beläuft sich laut Polizei auf einen kleineren Euro-Millionenbetrag.

Agiert haben die sechs Männer (vier Österreicher, ein Türke und ein Deutscher im Alter von 32 bis 54 Jahren) von Wien aus. Sie versprachen ihren Opfern günstige Diamanteneinkäufe, um diese dann mit Gewinn wieder weiterzuverkaufen. Die Deals fädelten die Betrüger so glaubhaft ein bzw. jonglierten sie mit den bereits abkassierten Geldern so geschickt, dass die Opfer keinen Grund zum Misstrauen hatten.

Im November platzte die Seifenblase
Aber im November 2017 platzte die Seifenblase. Ein 40-jähriger Österreicher wurde misstrauisch und erstattete bei der Polizei Anzeige. Er vermute einen Anlagebetrug mit Diamanten-Geschäften, wodurch ihm selbst ein Schaden in der Höhe eines niedrigen sechsstelligen Eurobetrags entstand, gab er bei der Polizei an.

Bundesweit bisher 47 Opfer ausgeforscht
Nach umfangreichen Erhebungen gelang es der Polizei, einen 32-jährigen Österreicher und fünf weitere Komplizen auszuforschen. Diese hatten im Jahr 2011 eine Firma in Wien gegründet, wobei der Zweck dieser Firmengründung laut Polizei die Durchführung von gewerbsmäßigen Anlagebetrugsdelikten war. „Bis dato konnten 47 Opfer im gesamten Bundesgebiet erhoben werden“, sagt Tirols Polizeisprecher Stefan Eder im „Krone“-Gespräch. Der Gesamtschaden beläuft sich auf 1,5 Millionen Euro. Die sechs Beschuldigten wurden auf freiem Fuß angezeigt.

Kronen Zeitung

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