30.08.2018 20:47 |

Schwere Vorwürfe

Ermittlungen gegen Depardieu wegen Vergewaltigung

Gegen den französischen Schauspieler Gerard Depardieu wird nach Angaben aus Justizkreisen wegen Sexualstraftaten ermittelt. Den Angaben vom Donnerstag zufolge geht es um sexuelle Übergriffe und Vergewaltigung. Am Montag sei eine Anzeige gegen den 69-jährigen Schauspieler eingereicht worden. Laut Medienberichten wirft ihm eine Frau vor, sie im August zweimal sexuell missbraucht zu haben.

Bei der Frau handelt es sich demnach um eine Tänzerin und Schauspielerin. Einem Bericht der Zeitung „Le Parisien“ zufolge ereigneten sich die Vorfälle am Rande von Theaterproben am 7. und 13. August in einem Pariser Hotel, in dem Depardieu zu dem Zeitpunkt lebte. Aus Justizkreisen hieß es, inzwischen sei die Pariser Staatsanwaltschaft zuständig für die Ermittlungen.

Anwalt: „Überzeugt, dass Unschuld anerkannt wird“
Depardieus Anwalt Herve Temime erklärte, der Schauspieler weise jeden Vorwurf des „Übergriffs“ und der „Vergewaltigung“ zurück. Dass der Fall öffentlich geworden sei, „stellt ein riesiges Vorurteil gegen Gerard Depardieu dar“, sagte Temime weiter. Er zeigte sich dennoch „überzeugt, dass die Unschuld anerkannt werden wird“. Zudem rief er zu Zurückhaltung und Respekt gegenüber der Rechte aller Beteiligten auf.

Seit #MeToo-Debatte viele Beschuldigte aus Filmbranche
Im vergangenen Oktober begann die #MeToo-Debatte mit dem Fall des Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein, dem mehr als hundert Frauen sexuelle Belästigung oder gar Vergewaltigung vorwerfen. Weltweit wurden daraufhin weitere Männer, zumeist in der Filmbranche, sexuellen Fehlverhaltens beschuldigt.

Der 1948 geborene Depardieu ist einer der bekanntesten französischen Schauspieler, er wirkte an mehr als 180 Filmen mit. Seinen Durchbruch hatte er 1974 mit dem Film „Die Ausgebufften“. 2013 hatte er in seiner Heimat für Empörung gesorgt, als er aus Protest gegen eine vorgeschlagene Steuerreform Frankreich verließ und die russische Staatsbürgerschaft annahm.

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