Do, 15. November 2018

Prozess vertagt

22.08.2018 20:30

Auf Beleidigung folgte tödlicher Faustschlag

Folgenschwere Schlägerei vor einem Lokal in Wels: Das Opfer stürzte nach einem Faustschlag unglücklich auf eine Gehsteigkante - und verstarb vier Tage später im Krankenhaus. Der 42-jährige Angreifer muss sich in Wels vor Gericht verantworten.

Das Verbrechen der schweren Körperverletzung mit tödlichem Ausgang ist beim Prozess in Wels angeklagt. Damit hatte nach der Schlägerei vor einem Welser Innenstadtlokal wohl niemand gerechnet. Das Opfer, ebenfalls 42 Jahre alt, war nach einem Faustschlag ins Gesicht zu Boden gegangen und dabei mit dem Kopf auf der Gehsteigkante aufgeschlagen.

Tot nach Schädelbruch
Zu diesem Vorfall gibt es nicht einmal eine Polizeimeldung. Vier Tage nach der unglückseligen Rauferei verstarb der Mann jedoch im Krankenhaus an den Folgen des Schädelbruches, den er sich beim Sturz zugezogen hat. Am Mittwoch stand der Angreifer in Wels vor Gericht. Richter Hans-Jörg Reichl versuchte,  Licht in die Geschehnisse zu bringen. Die beiden Männer hatten sich nicht gekannt. Am 6. Mai trafen sie in einem Welser Lokal aufeinander. Wohl auch durch Alkohol kam es vor dem Lokal zu einem - vorerst verbalen - Streit.
Mutter beleidigt
“Er hat meine Mutter beleidigt“, sagte der Angeklagte in der Verhandlung aus. Darauf habe er seinem Landsmann eine Ohrfeige gegeben. Von einem Faustschlag will er nichts wissen. Und auch, dass der Mann zu Boden gegangen und bewusstlos am Gehsteig gelegen ist, will er nicht gesehen haben. Am Mittwoch sagte er: „Es tut mir leid wegen seiner Familie. Ich wollte nicht, dass er stirbt.“ Schmerzensgeld für die trauernden Angehörigen lehnte er aber ab. „Ich muss Unterhalt für drei Kinder zahlen.“ Zur genauen Erörterung des medizinischen Gutachtens musste der Prozess auf November vertagt werden.

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