Mi, 14. November 2018

Schüler mit Problemen:

21.08.2018 10:00

Nachhilfe kostet Eltern jährlich 13 Millionen Euro

Eltern haben kaum noch Zeit, mit ihren Kindern zu lernen - und in der Schule lernt der Nachwuchs offenbar zu wenig: Bereits elf Prozent der Volksschüler und ein Viertel der NMS-Besucher brauchen Nachhilfeunterricht. Das kostete Oberösterreichs Eltern allein im Vorjahr 13 Millionen Euro! Die AKOÖ fordert Abhilfe.

Drei von vier Elternteilen in Oberösterreich sind regelmäßig als „Hilfslehrkräfte“ im Einsatz und lernen zuhause mit ihren Kindern, resümiert die AK nach einer österreichweiten Studie, für die 3300 Haushalte mit 5000 Schülern befragt wurden. Denn was früher üblich war, schaffen Eltern heutzutage nicht mehr. „Eltern werden hierzulande als selbstverständliche Lernressource gesehen. Das ist äußerst problematisch, weil nicht alle diese Erwartungen erfüllen können - pädagogisch, finanziell und zeitlich“, kritisiert denn auch AKOÖ-Präsident Johann Kalliauer und warnt: „Mit dem 12-Stunden-Tag werden die Familien noch weiter unter Druck kommen.“

Sogar Volksschulkinder brauchen schon Lern-Unterstützung
Laut ifes-Studie erhalten bereits elf Prozent der Volksschulkinder Nachhilfe, in der AHS jedes dritte Kind, in der Neuen Mittelschule gar mehr als ein Viertel! Insgesamt bekommt laut dieser Studie jedes fünfte Kind in Oberösterreich zusätzliche Unterstützung, Spitzenreiter dabei ist mit 64 Prozent Mathematik.

Nachhilfe zu teuer für einkommensschwache Familien
„Bei der Nachhilfe wird nachgeholt, was die Schule nicht schafft - Stoff wiederholen, üben und festigen sind aber Grundpfeiler des Lernens“, so Kalliauer. Er fordert mehr Förderunterricht in der Schule, auch Kinder einkommensschwacher Eltern haben Recht auf Bildung.

Johann Haginger, Kronen Zeitung

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