Mo, 20. August 2018

Ruinen im Stadtbild

06.08.2018 10:10

Abbrüche in Wien: Baustellen nur dürftig gesichert

Gründerzeithäuser dürfen jetzt nur noch mit behördlicher Bewilligung abgerissen werden. 73 in letzter Minute eingeleitete Abbrüche hat die MA 37 (Baupolizei) gestoppt. Zum Teil sind die Baustellen laut Anrainern nur dürftig gesichert. Offen ist, wie viele der Ruinen wieder aufgebaut werden müssen.

48 Gebäude hat die MA 19 (Architektur und Stadtgestaltung) inzwischen geprüft. 25 wurden als erhaltenswert eingestuft. Bei 23 gab es die Genehmigung für den weiteren Abriss. 25 Verfahren sind noch offen. Das bedeutet: Bis zu 50 halb zerstörte Baujuwele könnten wieder aufgebaut werden.

Generell gilt: Sind weniger als 50 Prozent des Hauses abgetragen, gibt es eine Pflicht zur Wiederherstellung. Da es aber um viel Geld geht, sind bei einigen Objekten langwierige Rechtsstreitigkeiten zu erwarten. Brachliegende Baustellen muss der jeweilige Hauseigentümer gegen Einsturz absichern. Auf eigene Kosten.

Anrainer, etwa in der Floßgasse, beklagen, dass die Baustelle nur durch einen Bauzaun abgeriegelt ist. Schutt, Ziegel und Unrat würden teils lose herumliegen. „Da hängen die Balken nur noch so. Bei einem Unwetter kann das alles zusammenbrechen“, sagt ein Anrainer.

Kronen Zeitung

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