Mo, 15. Oktober 2018

Jean-Eric Vergne:

23.07.2018 18:00

Weltmeister jubelte auch in Spielberg

In der Vorwoche jubelte Jean-Eric Vergne über den WM-Titel in der Formel-E - am Sonntag hatte der Franzose wieder die Hände oben. Bei der „European Le Mans Serie“ auf dem Red Bull Ring in Spielberg gewann er mit dem „G-Drive Racing-Team“ das 4-Stunden-Rennen. 

Mit der „Steirerkrone“ sprach der Champion über die Formel E.

„Krone“:Jean-Eric, Gratulation zu deinem WM-Titel in der Formel E. Alles schon verdaut?
Jean-Eric Vergne: Ich hab noch nicht einmal Zeit gehabt, es zu realisieren. Nach dem Triumph in New York ging’s sofort zum Testen und dann gleich auf den Red Bull Ring, wo ich bei der European-LeMans-Serie gefahren bin.

Aber macht dich der Titel nicht unfassbar stolz?
Absolut! Vor zwei, drei Jahren wurde die Formel E noch belächelt, niemand wollte hier fahren. Ich MUSSTE fast. Nach meinem Ende in der Formel 1 bei Toro Rosso sind die Leute ja nicht Schlange gestanden

Ein Schritt, der sich allerdings voll ausgezahlt hat. Die Formel E gewinnt immer mehr an Bedeutung.
Immer mehr prominente Fahrer und ehemalige Formel 1-Piloten wie künftig Felipe Massa fahren mit uns in dieser Serie. Wir gewinnen an Attraktivität, die Autos werden immer besser. Es kommt nicht von ungefähr, dass mit BMW, Nissan, Porsche und Mercedes immer mehr Marken in die Formel E wechseln.

Aber warum?
Weil es drei große Gründe gibt. Erstens, weil wir umweltfreundlich und nachhaltig sind. Unser Sport ist grün - das gefällt! Zweitens sind wir nah an den Fans dran. Wir fahren in den Herzen der Städte. In Berlin, New York, Paris. Wir kommen zu den Fans, sie müssen nicht zu uns kommen. Und drittens profitieren auch die Autofirmen. Die Technologien und Entwicklungen unseres Sports können für die Weiterentwicklung der Serienautos wichtig sein. Sie investieren in die Zukunft.

Ist die Formel E auch in Österreich denkbar?
Auf jeden Fall. Ich hab ja einige Zeit in Fuschl gelebt, kenne Österreich also ganz gut. Ich denke im Zentrum von Wien oder Salzburg wäre es ein Wahnsinnsrennen. Nur am Red Bull Ring glaub ich hat’s wenig Attraktivität. Es muss in die Stadt. Aber redet doch einmal mit Didi Mateschitz.

Stimmt es, dass du bis vor kurzem kein eigenes Auto gehabt hast?
Ja, stimmt. Ein Auto verliert nach dem Kauf so viel an wert. Ich fahr da lieber Uber oder Taxi. Aber vor ein paar Monaten hab ich mir dann doch eines gekauft. Immerhin bin ich schon 28 Jahre alt und Autorennfahrer. Da gehört das doch irgendwie dazu, oder?

Christoph Kothgasser
Christoph Kothgasser

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