Mo, 15. Oktober 2018

Aufreger in Graz

19.07.2018 06:00

Reisebusse verwechseln Wohngebiete mit Wartezone

Offenbar aus Mangel an Parkplätzen nutzen Reisebusse zentrumsnahe Wohngebiete als Wartezonen - und bleiben dort mitten auf der Straße stehen. Sehr zum Ärger der Anrainer. Erlaubt ist das natürlich nicht: „Das sind gleich mehrere Verwaltungsübertretungen“, sagt Josef Friedl vom Stadtpolizeikommando. Um das Problem in den Griff zu kriegen, bittet die Polizei die Bevölkerung um Hinweise.

Es ist in letzter Zeit eingerissen, dass in der Murmetropole Busse mitten im Wohngebiet in zweiter Spur stehen bleiben und bei laufendem Motor warten: „Und der Fahrer steht daneben und tschickt“, berichtet ein Anrainer. Aufregen tut er sich über etwas anderes: den Lärm und die Abgase. „Ich verstehe nicht, warum da niemand etwas dagegen tut.“

Darauf gibt es eine einfache Antwort: Die Polizei wusste nichts davon! „Es gab lediglich im letzten Advent Beschwerden, weil Reisebusse am Ring bei laufendem Motor warteten - weil es kalt war und die Fahrer die Heizung weiterlaufen ließen“, so Chefinspektor Friedl. Es scheint so, als hätten alle gedacht, dass schon jemand anderer die Polizei verständigen wird…

Kein großer Parkplatz in Graz
Das Grundproblem ist ohnehin ein anderes: Es gibt in der steirischen Hauptstadt - anders als in Wien und Salzburg - keinen großen Busparkplatz, nur die paar Parkplätze am Burgring und in der Franz-Graf-Allee gegenüber der Oper.

Ernst Grabenwarter
Ernst Grabenwarter

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