Di, 16. Oktober 2018

In den Highlands

16.07.2018 15:22

1. Weltraumbahnhof Europas in Schottland geplant

Der erste Weltraumbahnhof auf europäischem Boden soll in Schottland entstehen. Das hat am Montag die britische Weltraumagentur UK Space Agency mitgeteilt. Von der Halbinsel A‘Mhoine in der schottischen Grafschaft Sutherland könnten demnach bereits im kommenden Jahrzehnt Raketen ins Weltall starten.

Bauen soll den Weltraumbahnhof ein Konsortium, dem unter anderem der US-Luft-und-Raumfahrtkonzern Lockheed Martin angehört. Die britische Regierung stellt dafür zunächst 2,5 Millionen Pfund (umgerechnet rund 2,8 Millionen Euro) zur Verfügung. Ausgewählt wurde der Standort im äußersten Norden der schottischen Highlands, weil Satelliten von dort direkt in eine geeignete Umlaufbahn gebracht werden können.

Ganz neu ist die Idee für Weltraumbahnhöfe auf britischem Boden aber nicht. Laut einem Bericht der BBC gab es seit etwa zehn Jahren Pläne in diese Richtung.

Regierung prüft weitere Standorte
Die britische Regierung prüft derzeit zudem Standorte in Schottland, Wales und Cornwall für den sogenannten horizontalen Start von Raketen. Dabei bringen Flugzeuge die Raketen in große Höhe, bevor sie über dem Meer ins All gestartet werden.

Schub für die britische Wirtschaft erwartet
London erhofft sich von eigenen Weltraumbahnhöfen einen Schub für die Wirtschaft von 3,8 Milliarden Britischen Pfund (umgerechnet rund 4,3 Milliarden Euro) in den kommenden zehn Jahren. Die europäische Weltraumbehörde ESA betreibt ihren Weltraumbahnhof Kourou (Bild oben) in der französischen Überseeregion Französisch-Guayana.

Virgin Galactic plant Weltraumbahnhof in Italien
Aber auch innerhalb Europas ist Großbritannien nicht allein mit seinen Weltraumambitionen. Das Raumfahrtunternehmen Virgin Galactic plant derzeit einen Weltraumbahnhof in Grottaglie im Süden Italiens. Von dort sollen in Zukunft sowohl wissenschaftliche Missionen aber auch kommerzielle Flüge starten. Virgin Galactic gehört zur Unternehmensgruppe des britischen Geschäftsmanns Richard Branson.

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