Di, 23. Oktober 2018

Therapieplatz fehlte

07.07.2018 15:42

Drogenopfer: Keine Hilfe für Süchtigen (18)

Suchtgifthaltige Tabletten und harte Drogen: Mit 18 Jahren endete das Leben eines jungen Mannes aus dem Bezirk Klagenfurt-Land. Er ist heuer bereits der neunte Drogentote in Kärnten. Möglicherweise hätte der Tod des 18-jährigen Suchtgiftkranken verhindert werden können, aber es gab für ihn keinen freien Therapieplatz.

Leider schauen beim Thema Suchtgift noch immer zu viele weg, während der Drogenkonsum stark zunimmt. Zwar wurde die Drogenambulanz Klagenfurt mit mehr Betreuungsplätzen aufgestockt, doch der 18-Jährige, der schwer suchtgiftkrank war, stand auf der Warteliste. Wie immer mehr Kärntner war auch er im Alter zwischen 14 und 16 Jahren ins Milieu abgerutscht.

„Es ist verrückt, dass heute 14-Jährige zu Beruhigungsmitteln greifen - und seien es homöopathische -, weil der Stress in der Schule zu groß sei“, sagt der erfahrene Suchtmittel-Spezialist Karl Schnitzer vom Landeskriminalamt: „Wenn dann auch noch die Eltern zu Hause für jedes Wehwehchen ein Medikament nehmen, dann ist dies für Kinder oft der Einstieg.“ Denn Medikamente stellen eine große Gefahr dar, ebenso wie das verharmloste Cannabis, das wegen steigender THC-Werte immer gefährlicher wird. Tausende Kärntner haben laut Schnitzer ein Drogenproblem. Beste Prävention ist für Schnitzer, der seit 25 Jahren in der Szene ermittelt, „ein stabiles Elternhaus“.

Hannes Wallner
Hannes Wallner

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Kärnten

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.