Sa, 21. Juli 2018

Olympia-Volksbefragung

03.07.2018 11:30

KPÖ Graz sammelte mehr als 11.000 Unterschriften

Die KPÖ in der Steiermark hat am Dienstag 11.031 ihrer Ansicht nach gültige Unterschriften für eine Volksbefragung über eine Olympia-Bewerbung von Graz vorgelegt. Nicht-Grazer sowie doppelte Unterschriften seien bereits herausgerechnet. Nötig dürften sie nun aber doch nicht werden, denn erst am Montag hat das Land angekündigt, eine steiermarkweite Befragung durchführen zu wollen (siehe Bericht hier).

Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler sowie Stadträtin Elke Kahr werteten die gesammelten Unterschriften als Erfolg: „Sie haben offenbar eine Meinungsumkehr bewirkt“, meinte Klimt-Weithaler. Während weitergesammelt wird, will man nun die genaue Fragestellung für die angekündigte Befragung abwarten. Diese solle - so der Wunsch der Kommunisten - pro und kontra beinhalten. Sollte sich die Befragung aus irgendwelchen Gründen doch verzögern oder nicht stattfinden, werde die KPÖ nicht zögern und die gesammelten Unterschriften für eine Befragung zumindest in Graz einbringen.

„Lieber kleine Sportverein unterstützten“
Kahr unterstrich, dass die KPÖ jedenfalls eine Kampagne gegen die Olympischen Winterspiele 2026 in Graz und Partnerregionen lancieren werde. Zu den Gegenargumenten würden unter anderem die Kosten zählen: Während Kleinschulen schließen und bei der Wohnbeihilfe gespart werde, könne nicht für Olympia Geld ausgegeben werden. Zudem sei das IOC nach Ansicht des Grazer Klubobmanns der KPÖ, Manfred Eber, „korrupt“.

Kahr meinte, dass „ein kurzes Brot und Spiele“ die Gefahr von steigenden Preisen für Grund und Boden sowie Lebenserhaltungskosten in Graz mit sich bringe. Die entstehenden Jobs seien oft nur „prekäre Arbeitsverhältnisse“. Statt Olympia sollen Stadt und Land lieber kleine Sportvereine finanziell mehr unterstützen.

Kommunisten würden Ja akzeptieren
Sollte sich bei einer Befragung die Bevölkerung für Olympia aussprechen, würden das die Kommunisten akzeptieren: „Wir sind ja Demokraten und Demokratinnen“, betonte Kahr. Sie hielt auch fest, dass sie nicht gegen Sport sei: „Ich bin ein riesiger Skisprung-Fan.“ Wenn die Steiermark finanziell gut dastehen würde, könne man ja auch über Olympia reden, nur das sei eben nicht der Fall.

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