Sa, 18. August 2018

Air-Berlin-Pleite

01.07.2018 11:51

Milliardenklage gegen Ex-Miteigentümer Etihad

Die Gläubiger der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin wollen einem Bericht zufolge den ehemaligen Miteigentümer, die nationale Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate, Etihad Airways, auf zwei bis drei Milliarden Euro verklagen.

Weil aber kein Geld für einen Prozess vorhanden ist, soll dieser von einem Hedge-Fonds finanziert werden, wie die „Bild am Sonntag“ berichtete. Einen entsprechenden Vertrag solle Insolvenzverwalter Lucas Flöther in den nächsten Wochen abschließen, so das Blatt. Intern wird demnach mit Kosten in Höhe von zehn bis 30 Millionen Euro gerechnet.

Hintergrund ist laut „Bild“ ein schriftliches Versprechen von Etihad Airways vom April 2017, dass man der schon damals klammen deutschen Fluglinie für mindestens 18 Monate Geld zuschießen wird. Doch schon wenig später, im August, drehte Etihad den Geldhahn zu, wodurch Air Berlin die Insolvenz anmelden musste.

Sollten die Gläubiger mit einer Klage tatsächlich erfolgreich sein, dürften auch Fluggäste der insolventen Airline, die bisher auf ihren Verlusten sitzen geblieben sind, doch noch mit Erstattungen rechnen. Air Berlin hatte Mitte August vergangenen Jahres Insolvenz angemeldet, im Oktober landete die letzte Maschine in Berlin.

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