Di, 16. Oktober 2018

Ab nächster Woche:

28.06.2018 16:06

17 Identitären-Mitglieder müssen vor den Richter

Zehn Mitglieder und sieben aktive Sympathisanten der Identitären Bewegung Österreich, kurz IBÖ, müssen sich ab nächster Woche vor dem Grazer Straflandesgericht wegen der Teilnahme an einer kriminellen Vereinigung und Verhetzung verantworten.  Unter den Angeklagten sind zehn Studenten, mehrere Handwerker und sogar ein Schüler.

Der Großteil der Beschuldigten zwischen 22 und 35 Jahren soll bereits 2012 mit der Gründung des „Vereins zur Erhaltung und Förderung der kulturellen Identität“ zu tun gehabt haben. Den Männern aus der Steiermark, Oberösterreich und Kärnten wird die Verbreitung von radikaler, fremden- und islamfeindlicher Ideologie, der Verkauf von Propagandamaterial über das Internet und ein eigens dafür eingerichteter Versandhandel vorgeworfen. Der Verkauf soll floriert haben.

Außerdem setzten sich die Mitglieder mit spektakulären Aktionen in Szene. So brachten einige von ihnen am Dachfirst der steirischen Grünen ein Transparent mit der Aufschrift „Islamisierung tötet“ an, das sie noch dazu mit Theaterblut beschmierten.

Mammutprozess dauert 19 Tage
Die IBÖ wehrt sich gegen die Vorwürfe, spricht von Zensur, weil ihre Social-Media-Accounts gesperrt worden sind. Diese haben sich mittlerweile verlagert. 19 Tage lang soll der Prozess dauern, der unter schwersten Sicherheitsvorkehrungen stattfinden wird. Ob es dann auch ein Urteil geben wird ist unklar - so mancher Zeuge könnte sich auf Urlaub befinden.

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