Do, 18. Oktober 2018

Untersuchungsbericht

25.06.2018 06:10

„Akte Arch“ ist geschlossen

Am 8. September 2016 stürzte der Kunstflugpilot Hannes Arch (48) nach einem Versorgungsflug im Großglocknergebiet mit einem Hubschrauber ab und verstarb im Wrack. Nun hat die Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes (SUB) den Endbericht veröffentlicht:  Orientierungsverlust war die Unfallursache.

Auf 28 Seiten wurden alle Details zum letzten Flug von Hannes Arch in seinem Robinson R66 Hubschrauber von der Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes zusammengefasst. Als wahrscheinliche Ursache, die zum folgenschweren Absturz geführt hat, wurde „Orientierungsverlust während des Fluges“ ermittelt.

Airracer geblendet

Weiters heißt es im Unfallbericht, dass „der eingeschaltete Landescheinwerfer in Kombination mit einer nicht gedimmten Instrumentenbeleuchtung und einem sehr geringen natürlichen Lichtanteil zum Absturz führten“. Als Unfallzeitpunkt wird 21.08 Uhr angegeben. Um diese Uhrzeit hätte das Flugass eigentlich gar nicht mehr aufsteigen dürfen, da Versorgungsflüge nur bis 16 Uhr genehmigt werden.

Arch war nach einem Transportflug zusammen mit dem Hüttenwirt in den Heli gestiegen und hatte talwärts fliegen wollen. Kurz nach dem Start zerschellte der Hubschrauber mit etwa 100 km/h am Felsboden. Arch verstarb an den Folgen eines Genickbruchs, der Hüttenwirt erlitt mehrere Brüche, überlebte aber.

Wie man es auch drehen und wenden mag, mit Arch verstarb in jener verhängnisvollen Septembernacht ein ganz Großer des Flugsports.

Christian Spitzer
Christian Spitzer

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