Sa, 20. Oktober 2018

In Fohnsdorf:

14.06.2018 17:00

Neue Kirchenglocke soll den Frieden einläuten

100 Jahre ist es her, dass die Kirchenglocke der Pfarre St. Rupert in Fohnsdorf für den Ersten Weltkrieg geopfert wurde. Der Ersatz, der damals installiert wurde, soll nun endlich getauscht werden. Und weil man mit dem neuen Exemplar auch ein Zeichen setzen will, wird ab September eine Friedensglocke erklingen.

Die Kirchenglocke von Fohnsdorf war nicht die einzige, die dem Ersten Weltkrieg zum Opfer fiel: Sie wurde 1918 eingeschmolzen, um daraus Munition zu erzeugen. Erst 1922 wurde sie ersetzt: „Im Ort wurde gesammelt, aber die Leute hatten nur wenig Geld“, hat Pfarrer Gottfried Lammer recherchiert. Statt aus Zinnbronze war die Glocke „nur“ aus Stahl. „Sie hat einen guten Dienst geleistet, aber sie ist einfach durch“, erklärt er. Vor Jahren musste sie bereits gewendet werden, weil eine Seite ramponiert war.

Neue Glocke soll Frieden einläuten
Es ist also Zeit für eine neue Glocke - dieses Mal wieder aus wohlklingender Zinnbronze. Kostenpunkt: 35.000 Euro. Es gab zahlreiche Spender, außerdem wurden kleine Glocken produziert, die man als Baustein (50 Euro) kaufen kann. Und nachdem man fast 100 Jahre eine sogenannte Kriegsglocke hatte, sollte es diesmal eine Friedensglocke sein: „Es war uns wichtig, in Zeiten wie diesen ein Zeichen zu setzten. Jeder Glockenschlag soll auch den Wunsch und die Bitte nach Frieden in die Welt tragen“, so Pfarrer Gottfried Lammer.

Glockenweihe am 23. September
Gegossen wird das 1400-Kilo-Teil in einer Glockengießerei in Passau: „Wir fahren mit einem Bus hin, um uns das anzuschauen“, so Lammer. Installiert wird sie dann am 23. September im Zuge des großen Pfarrfests: „Zuerst wird sie von Generalvikar Erich Linhardt geweiht, dann per Kran in den Kirchturm gehievt. Um 15 Uhr soll sie zum ersten Mal erklingen.“ Und den Klang des Friedens von Fohnsdorf aus in die Welt tragen.

Christoph Hartner
Christoph Hartner

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