23.05.2018 06:24 |

Zwei Todesopfer

Heli-Absturz am Achensee war Pilotenfehler

Ein Hubschrauberabsturz im Tiroler Pertisau am Achensee forderte - wie berichtet - im Mai 2017 zwei Todesopfer. Der Helikopter war mit dem Transportseil einer Materialseilbahn kollidiert und daraufhin abgestürzt. Beim Aufprall fing er Feuer. Nun steht die Unfallursache fest: Es handelte sich um einen Pilotenfehler.

Der Abschlussbereicht der Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes bestätigt, dass der Pilot die vorgeschriebene Mindestflughöhe von 150 Metern ohne Genehmigung unterschritten habe. Damit hätten sich die Annahmen nach dem Unglück bestätigt - Spekulationen, wonach die Materialseilbahn nicht ausreichend gesichert gewesen sein könnte, hingegen nicht. 

„Keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen“
Laut dem vom Verkehrsministerium veröffentlichten Bericht habe sich der Helikopter in „technisch einwandfreiem Zustand“ befunden. Anhaltspunkte für „gesundheitliche Beeinträchtigungen des Piloten“ habe es keine gegeben. „Die genehmigte Materialseilbahn Gramaialm ist ordnungsgemäß im Luftfahrthandbuch Österreich als Luftfahrthindernis angeführt“, heißt es aus dem Untersuchungsbericht. Zudem sei sie vorschriftsmäßig mit orangen Luftwarnkugeln gekennzeichnet gewesen.

Der private Helikopter der Type Westland-Bell 47G-3B-1 war am 10. Mai vormittags vom Innsbrucker Flughafen gestartet. Nach einem Flug durch das Inntal und quer über den Achensee steuerte der Pilot die Maschine ins Falzthurntal bei Pertisau Richtung Gramaialm. Laut Unfallbericht kollidierte der Hubschrauber 260 Meter von dem Gasthof entfernt in einer Höhe von 75 Metern über dem Boden mit dem Zugseil einer Materialseilbahn. Der Helikopter stürzte ab und ging in Flammen auf. Die beiden Insassen, zwei Tiroler im Alter von 52 und 55 Jahren, fanden den Tod.

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