Fr, 17. August 2018

Transfer perfekt

16.05.2018 19:05

Fix! Adi Hütter geht zu Eintracht Frankfurt

Jetzt ist es fix: Adi Hütter wechselt nach seiner Traumsaison bei den Young Boys Bern zum deutschen Bundesligisten Eintracht Frankfurt! Der 48-Jährige folgt damit dem zum FC Bayern München abwandernden Niko Kovac nach und erhält in der Main-Metropole einen Vertrag bis Ende Juni 2021.

„Mit dem Wechsel zu Eintracht Frankfurt geht für mich ein Traum in Erfüllung“, betonte Hütter in einer Frankfurt-Aussendung. Als Spieler sei ihm die deutsche Bundesliga verwehrt geblieben. Als Coach will er nun dort reüssieren. „Als Trainer hatte ich bereits das eine oder andere Angebot aus der Bundesliga ausgeschlagen. Aber nun freue ich mich umso mehr darauf, in der Liga des Weltmeisters tätig sein zu können“, sagte der Noch-Bern-Trainer. Da Hütter mit Bern noch im Cup-Finale am 27. Mai gegen den FC Zürich um das Double kämpft, erfolgt die offizielle Präsentation in Deutschland klarerweise erst danach. „Ich habe bei den Young Boys drei wunderbare Jahre erlebt und mich extrem wohlgefühlt. Ich werde diese Zeit immer in bester Erinnerung behalten“, gab der Ex-Salzburg-Coach, der bei YB noch bis 2019 unter Vertrag gestanden wäre, Einblick.

Mit dem Double will er seiner Erfolgsgeschichte in der Schweiz zum Abschluss noch ein Kapitel hinzufügen. „Ich werde mit meiner Mannschaft alles daran setzen, nach der Meisterschaft auch den Cup zu holen. Es würde mir enorm viel bedeuten, mit YB das Double zu gewinnen“, hat Hütter noch ein klares Ziel vor Augen. Für YB kam der Abgang wenig überraschend. „Emotional habe ich natürlich gehofft, den Weg mit Adi Hütter gemeinsam weiterzugehen. Rational war mir jedoch klar, dass es bei einer Anfrage eines Traditionsklubs schwierig für uns wird“, sagte YB-Sportchef Christoph Spycher, der als Aktiver fünf Jahre bei der Eintracht gespielt hatte. Er muss sich auch auf die Suche nach einem neuen Co-Trainer machen, Hütters 51-jähriger Landsmann Christian Peintinger geht nämlich mit nach Frankfurt.

Feierlichkeiten könnte es bald auch bei Hütters künftigem Arbeitgeber geben, steht der doch ebenfalls im Cup-Finale. Gegen Bayern München ist der Liga-Achte am Samstag allerdings klarer Außenseiter. Kovac hat dabei zum Abschluss seiner Frankfurt-Ära die Möglichkeit, gegen seinen neuen Verein eine Überraschung zu schaffen. Mit Hütter verbindet ihn einiges, waren doch beide in der Vergangenheit in Salzburg tätig. „Adi ist ein echter Fachmann, der diesen Sport durch und durch lebt. Seine Vita ist beeindruckend, denn er hat nachhaltig bei mehreren Klubs bewiesen, dass er mit harter Arbeit auch aus geringen Möglichkeiten das Optimum herausholen kann. Er passt daher perfekt zu unserem Klub“, sagte Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic. Der hatte zuletzt viele Sondierungsgespräche geführt: „Adi war immer vorne dabei und unsere konstruktiven Gespräche sind letztendlich zu einem guten Ergebnis gekommen“, verlautete der Ex-Stürmer.

Hütter, der in der Vergangenheit keinen Hehl aus seinem Karriereziel Deutschland gemacht hatte, hatte sich mit dem Bundesliga-Aufstieg mit dem SV Grödig und der darauffolgenden Qualifikation für den Europacup in Österreich erstmals richtig in den Vordergrund gedrängt. Der Lohn war der Wechsel zu Ligakrösus Red Bull Salzburg im Juni 2014. Dort gewann er auf Anhieb das Double und wechselte nach nur einer Saison nach Bern. Mit YB wurde er zweimal Vizemeister, ehe heuer der ganz große Wurf mit dem ersten Meistertitel seit 1986 gelang. Und das mit Respektabstand - eine Runde vor Schluss beträgt der Vorsprung auf den entthronten Titelverteidiger FC Basel 13 Punkte.

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