Mo, 20. August 2018

Westen beunruhigt

05.05.2018 09:43

Putins U-Boote im Atlantik: Datenkabel als Ziel?

Russlands Militärpräsenz im Atlantik sorgt im Westen für Beunruhigung. Immer wieder sind Putins U-Boote in der Nähe der Küsten von NATO-Ländern im Einsatz. Auch in der Nähe streng geheimer Datenkabel sind sie immer öfter zu sehen.

Cutis Scaparotti, Chef der US-Streitkräfte in Europa, sagte gegenüber dem US-Kongress, dass Aktivitäten der russischen Marine zu beobachten seien, „die wir seit den Achtzigerjahren nicht mehr geshen haben“.

NATO-Chef: „Brauchen sichere und offene Seewege“
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenbeg warnte schon im Dezember 2017 davor, dass die russischen U-Boote die Verbindung zwischen Europa und den USA kappen könnten: „Wir sind ein transatlantisches Bündnis, und wir müssen deshalb in der Lage sein, Truppen und Ausrüstung über den Atlantik zu transportieren. Wir brauchen dafür sichere und offene Seewege.“

Stoltenberg schilderte auch den Grund für seine Besorgnis: „Nach dem Ende des Kalten Kriegs hat die NATO ihre Fähigkeiten zur See vermindert, insbesondere in der Bekämpfung von U-Booten. Wir haben weniger geübt und Fertigkeiten eingebüßt.“

Können Datenkabel angezapft werden?
Einem Bericht des „Business Insider“ zufolge sei das russische U-Boot „Yantar“ in der Nähe eines streng geheimen Datenkabels, welches Europa mit den USA verbindet, gewesen, während daran Reparaturarbeiten verrichtet worden seien. Als im November 2016 ein U-Boot repariert wurde, das den Datenverkehr der am Golf angrenzenden Staaten gewährleistet, soll die „Yantar“ ebenfalls zugegen gewesen sein. Unklar ist, was das russische U-Boot dort gemacht hat. Es soll jedoch dazu fähig sein, Datenkabel anzuzapfen.

Zwischen Europa, Asien und Amerika liegen über 400 Glasfaserkabel mit einer Gesamtlänge von beinahe 100.000 Kilometern. Sie sind nicht nur die Grundlage für Kommunikation, sondern auch für Finanztransaktionen in Billionenhöhe.

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