Mo, 16. Juli 2018

Festspielchef klagte

30.04.2018 15:38

„Maestro“ Kuhn gegen Blogger Wilhelm vor Gericht

Furchteinflößender Führungsstil, Dumping-Gagen und sogar sexuelle Nötigung hatte der in Tirol bekannte Blogger Markus Wilhelm dem Chef der Festspiele Erl vorgeworfen. Der „Maestro“ antwortete mit Klage.

So manchen Skandal hatte der Tiroler Blogger Markus Wilhelm aufgedeckt, damit sogar Rücktritte bewirkt. Nun nahm er Gustav Kuhn ins Visier, der medienrechtlich klagte (kolportierte Entschädigungssumme 100.000 Euro, plus 60.000 Euro zivilrechtlich).

Kuhn erscheint nicht
Beim Prozesstermin am Montag in Innsbruck erschien Kuhn wegen „Terminkollision“ nicht. Dafür wenigstens eine von drei Zeuginnen, die angeblich ein „Opfer“ von Kuhns Umtrieben gewesen sein sollen. Die Sängerin sagte unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus. Eine weitere Künstlerin sah sich dazu nicht in der Lage, eine deutsche Mezzosopranistin soll demnächst per Videokonferenz befragt werden. „Unsere Verteidigung ist darauf aufgebaut, dass die Behauptungen meines Mandanten im Kern zutreffen“, so Wilhelms Anwalt Markus Orgler.

Auch Festspiele und Präsident klagen
Zuvor hatte der Blogger die Vorwürfe aber nach einer einstweiligen Verfügung vom Netz nehmen müssen. Damit folgte man der Klage von Kuhns Anwalt, dem Ex-Justizminister Michael Krüger. Auch die Festspiele Erl und ihr Präsident Hans-Peter Haselsteiner gehen parallel gegen den Blogger vor. Für die Einvernahme weiterer Zeugen und den neuerlichen Versuch, auch Festspielchef Kuhn zu befragen, wurde die Verhandlung auf 22. Mai vertagt.

Andreas Moser
Andreas Moser

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