Do, 21. Juni 2018

Traklhaus:

30.03.2018 07:02

Auf der „Cloud“-Couch

 Design-Ausstellung: 18 Positionen aus Salzburg und Wien im Dialog

Wo hört Kunst auf, und fängt Design an, oder umgekehrt? Fragen, die für reichlich Diskussionsstoff sorgen. Dass es zwischen den Beiden aber durchaus auch interessante Schnittstellen gibt, beweisen Künstler wie David Moises, auf dessen Skihocker-Skulpturen man sich ganz ungeniert platzieren darf, und auch Michael Kienzers Tisch fordert mit seinen runden Löchern an den Seiten gerade dazu auf rundherum Platz zu nehmen. Friedrich Schilcher spricht sogar von funktionalen Skulpturen, die nur darauf warten benützt zu werden.

„Meine Objekte sollen in erster Linie Emotionen wecken, und durch die Funktionalität ihren Wert haben. Allerdings befreie ich mich komplett von Vorgaben des Designs!“ Am größten Designer - der Natur - nimmt er sich für seine „Cloud“-Couch aus Aluminium aber dennoch Anleihen. „Die Natur ist die schönste Inspirationsquelle, allerdings kann man sich mit ihr nie messen.“

Um ein Messen zwischen Kunst und Design geht es auch nicht bei der ersten Design-Ausstellung im Traklhaus. Vielmehr sollen die 18 Positionen aus Salzburg und Wien in einen Dialog treten, das Spektrum der kreativen kreativen Köpfe, das vom aufstrebenden Einzelkämpfer, bis hin zum arrivierten Großunternehmer reicht, sowie die Vielfalt der Produktpalette aufzeigen. Bei Barbara Gollackner und Michael Walder von der Hallwanger Firma „undpartner“ kommt das Besteck, sowie Schüsselchen in Lilienform, die bei heißer Flüssigkeit aufblühen, aus dem 3D-Drucker. Noch Zukunftsmusik, die aber schon bald, wie ihre anderen innenarchitektonischen Errungenschaften, im Haushalt einziehen wird.

Die Kristallluster von Ito Megumi bringen z.B. das neue „Sacher“-Eck in Wien und auch die frisch renovierte vierte Etage des Salzburger Nobelhotels zum Strahlen. Im Traklhaus präsentiert die gebürtige Japanerin allerdings ein ganz spezielles Highlight - ein Lichtobjekt aus 150 Jahre alten Kimonos! Die bunten Stoffe, die damals nur der Oberschicht vorbehalten waren, sind im Originalzustand. Zum einem weisen sie so auf ihre lange Geschichte hin, und andererseits ist in Japan der Alterungsprozess, nicht wie im europäischen Raum, etwas Besonderes.

Dass man auch simplen Hygieneartikeln Kultstatus verleihen kann, beweist die Firma Storz aus Zell am See. Sie arrangierte Klobürsten und Seifenspender zu einen „Kunstwerk“, um so den Produktionsentwicklungsprozess aufzuwerten.

Nicht Kunststoffe sondern heimisches Holz und roher Stahl sind die Elemente aus denen Dreikant einzigartige Möbelstücke für private Haushalte oder Ladenbau designt. Unique ist auch Martin Rehrls „metallart“ Der Scheffauer beeindruckte mit Kreationen aus geschliffenem Metall und Blattvergoldeten Hirschköpfen schon Marcel Hirscher. „Außerdem ist eine Kooperation mit einem mexikanischen Künstler geplant.“

Tina Laske
Tina Laske

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