29.03.2018 13:54 |

Strafen und Anzeigen

Kampf gegen illegale Tiertransporte

Um dem illegalen Tierhandel und Transport in Richtung Italien einen Riegel vorzuschieben, wurden am Dienstag bei einer grenzüberschreitenden Schwerpunktkontrolle in Arnoldstein mehr als 500 Fahrzeuge kontrolliert: Es gab 68 Anzeigen. In einem Transporter entdeckten die Beamten eingepferchte Kälber.

Im Rahmen des EU-Projekts INTERREG - Illegaler Tierhandel unterzogen Polizisten der Landesverkehrsabteilung (LVA) in Zusammenarbeit mit Exekutivbeamten und Amtstierärzten aus Kärnten und Italien sowie Vertretern der Bezirkshauptmannschaft am Dienstag 511 Fahrzeuge einer Kontrolle.

Das Resultat: 68 Anzeigen, 14 Sicherheitsleistungen und 20 Organmandate. Zwei kontrollierten Fahrzeuglenkern wurde am Dienstag die Weiterfahrt verweigert, da sie keine EU-Papiere (PET-Pass) für ihre Hunde bei sich hatten.

In einem holländischen Transporter fanden die Kontrolleure eingepferchte Kälber, die nach Italien gebracht werden sollten. Nach Änderung der Ladehöhe durfte der Holländer seine Fahrt fortsetzen. „Grundsätzlich haben wir in Kärnten eine hohe Kontrolldichte“, erklärt Norbert Rohseano von der LVA: „Mit illegalem Tierhandel werden Millionen verdient. Es gibt Zuchtfarmen, in welchen die Hundewelpen nach nur zwei Wochen von ihrer Mutter getrennt und nach Oberitalien gebracht werden. Von diesem Umschlagplatz aus werden die Tiere zu hohen Preisen weitergegeben.“

Darum sei auch die Vernetzung mit den italienischen Kollegen so wichtig. Weitere Kontrollen wurden bereits angekündigt.

Christian Spitzer
Christian Spitzer

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