Eichinger bezeichnet die Situation in der Bauindustrie als dramatisch. Die Umsätze gehen heuer real um 12,4 Prozent auf 975 Millionen Euro zurück, für kommendes Jahr rechnet die Branche mit einem weiteren Minus von 4,2 Prozent. Die größten Rückgänge gibt es 2009 mit jeweils 15 Prozent beim Tunnel- und Wohnbau.
Mit einem Minus von fast 15 Prozent ist das Unterland am stärksten betroffen, im Oberland beträgt das Minus 8,2 Prozent, im Zentralraum Innsbruck 11,9 Prozent. "Wir brauchen dringend große Infrastrukturprojekte wie den Weiterbau der Unterinntaltrasse, den Brennertunnel, die Regionalbahn sowie Kraftwerksbauten. Wenn nicht bald etwas passiert, dann werden wir im kommenden Jahr Arbeitsplätze dramatisch abbauen müssen", schlägt Eichinger Alarm und rechnet 2009 mit 10 bis 15 Prozent weniger Beschäftigte in der Tiroler Bauindustrie. Das würde bedeuten, dass im schlimmsten Fall mehr als 5.000 Jobs "wackeln".
"Bund drückt sich, wo es nur geht"
Doch neue Projekte umzusetzen, wird schwierig werden, wie der beim Land für den Straßenbau zuständige Robert Müller erklärte: "Der Bund drückt sich, wo es nur geht. Und die Zeiten von Landes-Sonderbauprogrammen, in denen wir vier Umfahrungen wie jene in Heiterwang gleichzeitig gebaut haben, sind leider vorbei."
Und Anton Rieder, Vorstand des Tiroler Baugewerbes, bleibt dabei: "Die Konjunkturpakete sind bei uns nicht angekommen. Während sich die Baustoffhändler über ein Umsatzplus von 10 Prozent freuen, haben wir im Wohnbau ein Minus von 15 Prozent – trotz Sanierungsoffensive. Da wird offensichtlich der Pfusch gefördert."
von Markus Gassler, Tiroler Krone









Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.