Sa, 22. September 2018

Die große Umfrage

20.03.2018 15:10

Im Grunde schätzen die Steirer ihre Regierung!

Das Zeugnis für den Bund ist durch die Bank negativ, die Landsleute sehen Türkis-Blau in der Mehrheit skeptisch - in Sachen Rauchverbot fühlen sich die Menschen offensichtlich nicht ernst genommen - auch Umfärbeaktionen und Postenschacher kommen gar nicht gut an!

Wir haben’s ja bereits berichtet: Die Steirer sind stolz auf ihr Land, finden ihre Volksvertreter weitgehend sympathisch – und sind, so der Befund der Grazer Marktforschung bmm – zu zwei Dritteln sogar mit der Arbeit der Landesregierung zufrieden. Nur die Arbeit der neuen türkis-blauen Bundesregierung, die kommt aber schon gar nicht gut an bei den Landsleuten …

Es wird ja gern und viel auf unsere Politiker geschimpft – doch im Großen und Ganzen sind die Menschen ja doch wieder mit ihrer Arbeit zufrieden. Zumindest mit jener der schwarz-roten Landesregierer. Zwei Drittel – genau sind es 66,7 Prozent – finden, Schützenhöfer, Schickhofer und Co. machen ihre Arbeit (sehr) gut. In der Minderheit sind deren Kritiker: 27,8 Prozent sind eher unzufrieden, lediglich 5,5 Prozent deponieren große Unzufriedenheit. Umgelegt aufs Schulnotensystem käme 2,3 heraus – ein vergleichsweise guter Wert, wie bmm-Chefin Claudia Brandstätter betont.

Neue Bundesregierung wird negativ beurteilt
Ganz anders sieht’s dagegen in Sachen Bundesregierung aus – sie schneidet deutlich schlechter ab: „Hier überwiegt die Skepsis!“, analysiert die Studienautorin. Demnach stehen 48,6 Prozent Befürwortern 51,4 Prozent Gegner gegenüber, das ergibt eine „Betragensnote“ von 2,6 – aufgerundet nur ein Dreier. Damit sind die Steirer wesentlich kritischer als Gesamt-Österreich! Denn wie IMAS vor wenigen Tagen erhob, sind 44 Prozent der Österreicher mit der türkis-blauen Politik „einverstanden“, nur 17 Prozent sind „nicht einverstanden“.

Bei Direktwahl hätte „Schützi“ Nase vorne
Kanzler Sebastian Kurz und Vize Heinz-Christian Strache ecken dabei besonders mit ihrem Rückzieher beim Ja zum Rauchen in der Gastronomie an: Nur 28,6 Prozent sind mit dieser Entscheidung einverstanden, unglaubliche 71,4 Prozent (!) ärgern sich allerdings über diesen Rückwärtssalto von Türkis-Blau – und zwar massiv.

Und auch die Neubesetzung von Posten stößt einer Mehrheit auf: 53,5 Prozent finden diese Umfärbelungsaktionen eher oder sehr negativ, insgesamt 46,5 Prozent haben nichts dagegen.

Zurück zur Landespolitik: Könnten die Steirer ihren Landeschef direkt wählen, hätte, so die Umfrage im Auftrag der „Krone“, der Amtsinhaber klar die Nase vorne. Die Frage „Wer soll nächster Landeshauptmann werden?“ beantworten 24,7 Prozent mit „Hermann Schützenhöfer“. 15,5 Prozent sind der Meinung, SP-Vorsitzender Michael Schickhofer solle es machen, 13,5 Prozent wiederum würden FP-Chef Mario Kunasek am liebsten auf dem Landeshauptmann-Sessel sehen. Lambert Schönleitner, Siegfried Nagl, Claudia Klimt-Weithaler, Irmgard Griss, Johann Seitinger, Ursula Lackner, Mario Eustacchio und Elke Kahr wurden zwar ebenfalls spontan genannt, rangieren aber wohl eher unter „ferner liefen“.

Am erstaunlichsten ist aber, dass 40,4 Prozent keine Angabe machen – sich also nur knapp 60 Prozent eine Meinung zum künftigen Landeshauptmann gebildet haben!

Parteien-Wählbarkeit: Steirer-FP polarisiert
Weil aber in der Steiermark Parteien und nicht Personen auf dem Wahlzettel stehen, haben wir auch deren grundsätzliche Wählbarkeit erheben lassen. Demnach halten 59 Prozent die Volkspartei bei der nächsten Landtagswahl für wählbar, 55 Prozent die SPÖ. 37 Prozent halten ein Kreuzerl bei der FPÖ für okay, doch 38 Prozent können sich das überhaupt nicht vorstellen. Die Freiheitlichen polarisieren also nach wie vor. Mehrheitlich für nicht wählbar werden auch die Kommunisten und die Grünen gehalten.

Gerhard Felbinger und Gerald Schwaiger, Kronen Zeitung

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