Prügel statt Walzer

Schlägerei beendet Ballnacht - Abbruch von Eltern kritisiert

Tirol
18.10.2009 18:27
Der Maturaball soll eigentlich ein Ereignis werden, an das man später einmal gerne zurückdenkt. Die HAK-Schüler in Jenbach im Bezirk Schwaz werden sich aber wahrscheinlich eher mit Schrecken an ihre Aufforderung "Alles Walzer" erinnern. Der Ball der Schule musste am Samstag nämlich wegen einer Massenschlägerei von der Polizei aufgelöst werden.

Die Polizei in Jenbach wurde um 23.00 Uhr über die Auseinandersetzung auf dem Parkplatz vor der Veranstaltungshalle informiert. Als die Beamten kurze Zeit später eintrafen, konnte jedoch keine an einer Rauferei beteiligte Person mehr angetroffen werden.

Vor Ort zeigte sich aber, es war zu massiven körperlichen Auseinandersetzungen in und außerhalb des Gebäudes gekommen. Zudem hatten zahlreiche Jugendliche die Einrichtung wahrscheinlich mutwillig beschädigt. Die Sicherheit der Ballgäste war daher laut Polizei nicht mehr gewährleistet. Der Bürgermeister persönlich ordnete die Schließung der Veranstaltung an.

Die Ballgäste aus dem Gebäude zu bringen, verlief nahezu reibungslos. Die letzten Ballgäste verließen gegen 2.40 Uhr den Ort der Veranstaltung.

Abbruch von Ballgästen kritisiert
Die polizeiliche Einschätzung der Lage teilten jedoch nicht alle Beteiligten des Maturaballs. Vielmehr fühlen sich manche von Polizei und Bürgermeister um ihre schöne Ballnacht betrogen.

Wie ein Vater, der den Ball ebenfalls besuchte, der "Krone" via E-Mail bekanntgab, verlief die Feier im Veranstaltungsgebäude friedlich. Laut dem Mann waren die Unruhestifter keine Ballbesucher, sondern Gäste eines in der Nähe befindlichen Glühweinstandes. Und die Auseinandersetzungen hätte es nur zwischen diesen Personen vor dem Veranstaltungsgebäude gegeben.

Wie der Vater hinzufügte wurde jedoch seinen Beobachtungen nach, nicht dieser Unruheherd geschlossen, sondern auf Anordnung des nicht anwesenden Bürgermeisters lediglich der Ball aufgelöst.

Symbolbild

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