So, 24. März 2019
16.10.2009 08:45

Weniger Alk-Unfälle

Heuer mussten in Tirol schon 105.000 Autolenker "blasen"

Die Alkohol-Planquadrate der Tiroler Verkehrspolizei zeigen Erfolg: Bis Ende September gab es nach vorläufigen Zahlen 172 Unfälle unter Alkoholeinfluss, 2008 waren es 213. "Heuer mussten bisher 105.000 Lenker 'blasen', 3.950 wurden aus dem Verkehr gezogen", sagt Markus Widmann, Chef der Verkehrspolizei.

Die Kontrolldichte seitens der Tiroler Polizei wurde nochmals erhöht und zusätzlich Informationskampagnen mit dem Land Tirol und dem Kuratorium für Verkehrssicherheit durchgeführt. "Uns freut besonders, dass die Zahl der Alkoholunfälle stark rückläufig ist. Auch die Zahl der Alko-Lenker nimmt relativ gesehen ab. Zum Glück haben wir 3.950 alkoholisierte Fahrer rechtzeitig aus dem Verkehr ziehen können, bevor etwas passiert ist", zieht Widmann Bilanz für die ersten drei Quartale des heurigen Jahres. 

Unerfreulich ist für Widmann, dass zwei Drittel der Ertappten mehr als 0,8 Promille Alkohol im Blut hatte: "Die Spitzenreiter wiesen um die drei Promille auf. Ich möchte daran erinnern, dass bereits ab 0,5 Promille das Risiko, einen tödlichen Unfall zu verursachen, doppelt so hoch ist wie im nüchternen Zustand."

VCÖ fordert Nacht- und Discobusse
Auch der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) hat sich mit den Autounfällen unter Alkoholeinfluss beschäftigt und herausgefunden, dass 88 Prozent aller Alko-Lenker männlich sind. Die größte Gruppe bilden dabei junge Autofahrer im Alter von 18 bis 24 Jahre, die 25 Prozent der Alko-Sünder stellen. "Insbesondere für diese Hochrisikogruppe ist mehr Bewusstseinsarbeit notwendig, etwa in der Form von Gesprächen mit Unfallopfern oder Unfalllenkern", sagt dazu VCÖ-Experte  Martin Blum. 

Für ländliche Regionen fordert er  Nacht- und Discobusse oder Anrufsammeltaxis, die dann als Alternative zum eigenen Auto genutzt werden sollten.

von Günther Krauthackl, Tiroler Krone

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