12.03.2018 12:44 |

Nach Felssturz:

Fiss-Serfaus-Ladis wieder über Notweg erreichbar

Die drei Tiroler Wintersportorte Serfaus, Fiss und Ladis (Bezirk Landeck) sind nach einem Felssturz auf die Serfauser Straße (L19) am Montag wieder erreichbar. Und zwar über einen einspurigen Notweg.

Nach einem Steinschlag oberhalb der L 19, der Serfauser Straße, bei Kilometer 0,8, musste dieser Verkehrsweg am M;ontag für sämtlichen Verkehr gesperrt werden. Unter anderem waren dadurch auch tausende Einheimische und Wintersportler in den Gemeinden Serfaus, Fiss und Ladis eingesperrt bzw. auf dem Straßenweg nicht erreichbar. Noch am Montag wurde aber ein einspuriger Notweg errichtet. Er dient primär zur Versorgung der Gäste und der Bevölkerung.

5000 Kubikmeter Gestein drohen abzustürzen
Indes drohen aber weitere 5000 Kubikmeter Gesteinsmassen abzustürzen. Das entspricht etwa 500 Lkw-Ladungen mit Gestein. 
„Die betroffene Felsnase drückt bereits derart nach außen, dass es tiefe Risse im Gestein gegeben hat“, sagte Landesgeologe Werner Thöny nach einem Lokalaugenschein. Zwar sei nicht viel Material abgebrochen, doch der entfestigte Bereich, wo es abgebrochen ist, sei riesig. Die Sperre der Serfauser Straße werde jedenfalls längere Zeit andauern.

Ladiser Straße als Ersatzweg
Bis zum Wochenende wird versucht, die L 286 Ladiser Straße als Ersatz-Zufahrt für das Sonnen-Plateau wiederherzustellen. Die Ladiser Straße ist nach einem Felssturz zwischen Ried im Oberinntal und Ladis seit 24. Jänner 2018 für den Verkehr gesperrt.

Serie von Felsstürzen hält Tirol in Atem
„Tirol erlebt seit Weihnachten eine Serie von Felsstürzen und Hangrutschen auf Landesstraßen, die in der extremen Wetterlage ihre Ursache haben. Unsere Fachleute arbeiten rund um die Uhr an der Wiederherstellung der Verkehrswege und ihrer Sicherheit. Das wird auch beim aktuellen Felssturz-Einsatz an der Serfauser Straße der Fall sein“, betont LH Günther Platter.

 krone.at
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