Drastische Aktion
Chavez enteignet Hilton-Hotel auf Karibik-Insel
Bei der Durchführung des Treffens sei eine Unmenge von Genehmigungen notwendig gewesen. "Sie wollen dem revolutionären Staat Bedingungen aufzwingen, und das werden wir nicht zulassen", so Chavez.
Auch Gaddafi beim Gipfel
An dem Treffen auf der vor allem bei Touristen beliebten Insel vor Venezuela hatten Ende September rund 30 Staatschefs aus Afrika und Südamerika teilgenommen, darunter auch der libysche Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi. Für die Konferenz waren auch mehrere Ferienanlagen der Insel genutzt worden.
Die Leitung der "Margarita Hilton Suites" soll nun von einer venezolanischen Hotelkette übernommen werden. Die Ferienanlage besteht unter anderem aus 280 Zimmern, 56 Suiten, Restaurants und einem Kasino. Chavez hat in den vergangenen Jahren mehrfach Unternehmen in Schlüsselindustrien enteignet. Betroffen waren etwa Lebensmittel, Öl-, Gas-, Stahl- und Zementfirmen.
Chavez-Kritik an Obama
Erst am Sonntag hatte Chavez für Aufsehen gesorgt, als er die Verleihung des Friedensnobelpreises an US-Präsident Barack Obama heftig kritisierte. Obama habe den Preis nicht verdient, schrieb Venezuelas Machthaber in einer Zeitungskolumne.
Anstatt den Frieden zu fördern, setze der US-Präsident die Kriegspolitik seines Vorgängers George W. Bush fort. Das norwegische Nobelpreiskomitee habe Obamas Entschlossenheit verdrängt, die Kriege im Irak und in Afghanistan fortzusetzen.











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