09.10.2009 13:41 |

Brenner-Basistunnel

Bau startet am Donnerstag - trotz Finanzierungsstreit

Die Arbeiten in Nordtirol für den Probestollen des 55 Kilometer langen Brenner-Basistunnels zwischen Innsbruck und Franzensfeste in Südtirol werden aller Voraussicht nach planmäßig am Donnerstag (15. Oktober) starten. Ende September habe es einen entsprechenden Aufsichtsratsbeschluss der Errichtungsgesellschaft BBT SE gegeben, hieß es aus dem Büro von Infrastrukturministerin Doris Bures.

Jetzt müsse lediglich die zweiwöchige Einspruchsfrist abgewartet werden. Dass aber tatsächlichen ein derartiger Einspruch folge, sei "unwahrscheinlich". Im Büro der Ministerin gab man sich zuversichtlich, dass "in diesem Jahr noch Sprengungen folgen" werden (Bild zeigt erste Probebohrungen).

Kritik an Geldforderung des Bundes
Die Finanzierung des Tunnels und der Zulaufstrecken wurde am Freitag von den Tiroler Oppositionsparteien erneut kritisiert. Das Tiroler Bürgerforum (Liste Fritz) als stärkste Oppositionsartei ortete "null Spielraum" für das Land, die vom Bund zuletzt geforderten 350 Millionen Euro für das "Tunnel-Phantom" zuzuschießen. Die Grünen kritisierten ebenfalls, dass das Land "nach 70 Mio. Euro für die Planung weitere 350 Mio. Euro für den Bau" zahlen solle. "Wo dieses Geld herkommen soll, ist nach wie vor völlig ungeklärt", betonte der grüne Klubobmann Georg Willi.

Bei dem letzten Treffen zwischen Land, Infrastruktur- und Finanzministerium bezüglich Finanzierung sei keine Einigung erzielt worden. Nach Ansicht des Ministeriums sei jetzt das Land Tirol am Zug. "Bei der Verhandlung ist vereinbart worden, dass Tirol einen Vorschlag machen wird", erklärte ein Sprecher des Infrastrukturministeriums.

Auf Südtiroler Seite wurde bereits mit den Arbeiten zu einem Probestollen begonnen. Bis 2022 soll der 55 Kilometer lange Tunnel fertiggestellt sein. Planung und Realisierung des Brenner-Basistunnels sowie der Vorbereitungsarbeiten für den Tunnel werden von der BBT SE durchgeführt, der europäischen Gesellschaft, an der Italien durch Tunnel Ferroviario del Brennero zu 50 Prozent, Österreich und das Land Tirol zu je 25 Prozent beteiligt sind.

Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Tirol

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen