Sa, 23. Juni 2018

Trug sie in Handtasche

28.02.2018 09:14

Marlene Dietrichs Pistole wird in Wien versteigert

Ein ganz besonderes Exponat kommt am 3. März im Wiener Dorotheum unter den Hammer. Die Pistole aus der Herstellung des Kremser Fabrikanten Franz Pfannl hat einst niemand geringerem als Schauspielikone Marlene Dietrich gehört. Die Pistole, Modell "Kolibri", sei die "Selbstverteidigungswaffe" Dietrichs gewesen, berichtet die bisherigen Besitzerin. Die Schauspielerin habe die Waffe in der Handtasche bei sich getragen.

"Mein Mann hat die 'Kolibri' von einem Freund, dem er in einer schwierigen Krankheitsphase geholfen hat, aus Dankbarkeit geschenkt bekommen. Dieser Freund, Johannes von Müllern-Schönhausen, war Geschichtsphilosoph und hat seinerseits die Pistole von Marlene Dietrich geschenkt bekommen", berichtet die nicht namentlich genannte Noch-Besitzerin der Pistole laut Dorotheum. "Herr von Müllern-Schönhausen hat Frau Dietrich Deutschunterricht gegeben, da sie mit ihrem Dialekt so nicht auf die Bühne konnte. Die 'Kolibri' war ihr Dankeschön an ihn."

Mini-Waffe war eher ein Ladenhüter
Eine Nachvollziehung der waffenrechtlichen Besitzverhältnisse sei laut dem Auktionshaus nicht mehr möglich. Die Waffe stammt aber definitv aus der Zeit Marlene Dietrichs. Die Zwei-Millimeter-'Kolibri' gilt als kleinste jemals kommerziell vertriebene Schusswaffe und wurde vor allem von Damen zur Selbstverteidigung mitgeführt. Sie wurde von dem österreichischen Uhrmacher Franz Pfannl konstruiert, der sie 1910 patentieren ließ. Besonders gut verkaufte sich die Waffe allerdings nicht, die Handhabung war zu umständlich und die Feuerkraft zu gering.

Michaela Braune
Michaela Braune

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