Allerdings erschien nur der 31-Jährige dieser zwei wegen gewerbsmäßigen Betruges Angeklagten am Innsbrucker Landesgericht vor Richter Andreas Mair. Der 48-jährige Rädelsführer, ein Kärntner, hatte es vorgezogen, daheim zu bleiben. Seinetwegen musste der ganze Prozess vertagt werden. Zum nächsten Gerichtstermin wird er mit dem "Staatstaxi" vorgeführt.
Im Jänner in Graz und im April in Innsbruck hatten die beiden Scharlatane etliche Hausfrauen mit ihrem Boiler-Trick an der Nase herumgeführt. Sie hatten funktionstüchtige Boiler aufgeschraubt und diese in einigen Fällen ruiniert, statt sie zu reparieren. Die Hausfrauen wurden dann zum zweiten Mal zur Kasse gebeten. Nämlich für die nunmehr notwendige fachmännische Reparatur.
Nur Bargeld akzeptiert
Eine Grazerin sagte aus: "Sie wiesen mir eine Urkunde vom 'Boiler-Entkalkungsservice' vor. Mein Boiler war zwar verkalkt, funktionierte aber. Sie tauschten die Magnesium-Anode aus. Danach war der Boiler kaputt und tropfte, was ich allerdings zu spät bemerkte. Dafür verlangten die Männer 180 Euro", so die Zeugin.
Zahlung mit Erlagschein hätten die zwei mit der Begründung abgelehnt: "Damit haben wir schlechte Erfahrungen gemacht." Also habe sie bar bezahlt. 253 € habe sie schließlich die "Reparatur der Reparatur" gekostet. Innsbrucker Hausfrauen war es ähnlich ergangen.
von Hans Licha, Tiroler Krone
Symbolbild









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