Sa, 23. Juni 2018

Kurios bis einmalig

26.02.2018 08:42

Die Tops und Flops der Parteien bei dieser Wahl

Welche der 279 Tiroler Gemeinden glänzen mit herausragenden Wahlergebnissen? In den Zahlenkolonnen der Ergebnislisten finden sich viele Antworten.  So verloren beispielsweise die Grünen Platz 1 in der Landeshauptstadt, wo Wahlsieger ÖVP wieder voran liegt. So wie in weiteren 276 Orten Tirols. Die ÖVP „schwächelte“ im Zentralraum. Zwei Orte, Lienz und Sellrain, eroberte die SPÖ.

Die „schwächsten“ Ergebnisse hat der große Wahlsieger ÖVP im Zentralraum eingefahren (Innsbruck, Rum, Zirl, Hall), aber auch Jenbach, Wörgl und Kufstein blieben unter den Erwartungen (35%). Prozentuell waren die Verluste in Virgen und Matrei i. O. am größten (-17%). ÖVP-Hochburgen sind Hinterhornbach, Spiss und Kappl mit fast 90%. Die größten Zugewinne verbuchte die ÖVP in Elmen (+36,25%) und in Hinterhornbach. Dort kam die ÖVP auf 89,47% (+47,1%). SPÖ, Grüne und Liste Fritz erhielten dort keine Stimme. Platz zwei belegte die „Family“-Partei, die drei Stimmen und damit auf 5,26% bekam. Die FPÖ erhielt zwei Stimmen (3,51%).

Sellrain und Lienz als "rote" Hochburgen
Die SPÖ fuhr ihre besten Ergebnisse in den Heimatgemeinden ihrer beiden Spitzenkandidaten ein. Die Einwohner von Sellrain standen fest zu ihrem Bürgermeister, SPÖ-Parteivize Georg Dornauer. 41% stimmten für ihn (+17,44%). Er fuhr damit das beste SPÖ-Ergebnis ein, blieb auch vor der ÖVP (40,51%, minus 6,51%). Für die zweite SPÖ-Hochburg sorgte SPÖ-Spitzenkandidatin Elisabeth Blanik, die in Lienz 37,19 % (+6,77%) holte. Die ÖVP kam dort auf 32.51 % (+3,93%). Auch in Kaisers punktete die SPÖ (+17,07%). Schwere Verluste gab’s für die SPÖ beispielsweise in Kaltenbach (-19,9%), in Fließ (-16,20%) und in Radfeld (-10,45%).

Schwere FPÖ-Verluste in St. Jakob, Heimatort von Gerald Hauser
Die FPÖ erzielte in elf Gemeinden Verluste. Interessanterweise sind neun davon in Osttirol, dem Heimatbezirk von Gerald Hauser. In dessen Heimatgemeinde, in St. Jakob in Defereggen, stürzte die FPÖ von 30,25% auf 12,04% ab, alle anderen Parteien legten dort zu. In Namlos (+26,25%) und Holzgau (+22,72%) hatten die "Blauen" ihre stärksten Zugewinne.

Grüne büßten in Hochburg Sistrans Stimmen ein
Die Grünen ließen in der Landeshauptstadt Federn. Innsbruck, 2013 noch tiefgrün, ging als Hochburg verloren. Sie verloren 5,66% und sackten auf 18,95% und damit Platz drei ab. Neue Nummer eins in Innsbruck ist die ÖVP mit 25,88%, gefolgt von der SPÖ mit 22,83% (+7,3%). Grüne Hochburg bleibt die Heimatgemeinde von Grün-Landesrätin Christine Baur, obwohl die Grünen dort auch schwer verloren. Und zwar 6,51% auf 21,58%. In Spiss und Hinterhornbach bekamen die Grünenkeine einzige Stimme.

Impuls erhielt in 48 Gemeinden keine Stimme
Für die Liste Fritz gab es das beste Ergebnis in Pfons mit 10,15% und auch in Kartitsch (9,9%). In Gramais, Hinterhornbach, Namlos und Pfafflar bekam die Liste Fritz null Stimmen. Die ebenfalls in den Landtag eingezogenen Neos fuhren ihre besten Ergebnisse in Mils bei Imst (25,15%) und Bichlbach (13,08% ein). Auch die Pinken bekamen in Gramais und Hinterhornbach sowie in Jungholz und Spiss keine Stimme. Für Impuls sah es am besten in Innervillgraten (12,03%) und Lermoos (10,31%), den Heimatorten der Spitzenkandidaten Josef Schett und Maria Zwölfer. In 48 Gemeinden erhielt Impuls keine einzige Stimme. Das beste Ergebnis für die "Family"-Partei von Andrea Krumschnabel gab es ebenfalls in deren Heimatgemeinde. In Kufstein erreichte sie 5,77%. In 17 Gemeinden erhielt "Family" keine Zustimmung.

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