Vorwürfe aus Rache?

Todesserie in Heim: Ex-Mitarbeiter unter Verdacht

Wien
06.10.2009 16:54
Bei den Ermittlungen zur Todesserie in einem Wiener Pflegeheim werden immer mehr Details bekannt. Demnach äußerte der Insider in der Anzeige den Vorwurf, dass die Leitung die Pflegestufe der Bewohner – durch eine angeblich fatale Medikamentenüberdosierung – erhöhen wollte. Die Rache eines Ex-Mitarbeiters?

Wie berichtet, waren in einem Monat neun von 32 Bewohnern des Hauses Pater Jordan in der Donaustadt verstorben. Daraufhin hatte offenbar ein Insider Anzeige wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung mit Antidepressiva erstattet.

Verdächtigungen, die in Person von Geschäftsführerin Eva Bernscherer und Pater Erhard Rauch empört zurückgewiesen werden. "Wir haben hier durchschnittlich Pflegestufe 6, weil wir die Senioren im Alter von 80 bis über 100 Jahren so lange es geht zu Hause betreuen."

Weitere Hintergründe rund um die rätselhaften Todesfälle findest du in der Infobox!

Zudem hätten damals auch viele Angehörige und Pfleger Grippe gehabt. Hinter vorgehaltener Hand vermutet die Heimleitung eine Racheaktion eines gekündigten Mitarbeiters.

von Christoph Budin, Kronen Zeitung

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