01.10.2009 18:19 |

Drama am Himalaja

Österreicher stirbt nach Tempelbesuch an Herzinfarkt

Pilger-Ausflug am Himalaja mit tödlichem Ende: Nach dem Besuch des buddhistischen "Tigernest"-Klosters sackte ein 68-jähriger Österreicher plötzlich bewusstlos zusammen – für ihn kam jede Hilfe zu spät. Laut Obduktionsbericht eines örtlichen Arztes erlitt der Pensionist beim kräfteraubenden Abstieg einen Herzinfarkt.

In 3.120 Meter Höhe ragt das berühmte buddhistische Tigernest-Kloster ("Taktshang") aus dem Himalaja-Massiv. Tausende Menschen strömen jedes Jahr zu dieser heiligen Stätte (sie ist nur zu Fuß oder auf Maultieren zu erreichen) im Königreich Bhutan empor. Wie auch der 68-jährige Österreicher. In einer größeren Gruppe machte er sich frühmorgens von der Kleinstadt Paro aus auf den kräfteraubenden Weg.

Nach der Besichtigung des Kloster-Tempels ging es zu Mittag dann wieder zurück – doch der Pensionist sollte nicht mehr lebend in seiner Unterkunft ankommen. Nach wenigen Metern Abstieg sackte der Mann plötzlich vor den Augen seiner Wanderkollegen bewusstlos zusammen. Sofort begannen diese mit der Wiederbelebung – ohne Erfolg: Der 68-Jährige starb noch im steinigen Gelände. Mit vereinten Kräften transportierte das Team den Verstorbenen schließlich ins Tal.

"Der Verstorbene hatte bereits eine lange Krankengeschichte. Er hatte sich in Österreich einer Herzoperation unterzogen und nahm zahlreiche Medikamente. Der Tourist starb definitiv an einem Herzversagen. Die Anstrengung dürfte einfach zu viel für sein Herz gewesen sein", sagte Choedo Gyeltshen, der Arzt in Paro.

von Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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