Sa, 21. Juli 2018

„Verrückt nach ihr“

09.02.2018 23:39

Verliebter Flüchtling stalkte Heimleiterin

Anrufe mitten in der Nacht, Rosen vor der Haustür und unzählige Liebesbekundungen! Ein junger Afghane hatte sich Hals über Kopf in die Leiterin eines Tiroler Flüchtlingsheims verliebt. Doch die Zuneigung wurde für die in einer festen Beziehung lebenden Frau zu Qual. Wegen Stalkings wurde der Asylwerber nun verurteilt.

Der gebürtige Afghane lebte im Iran, bevor er nach Europa flüchtete und schließlich in einem Tiroler Flüchtlingsheim unterkam. Dort kümmerte sich die Leiterin liebevoll um den Mann mit erhöhtem Betreuungsbedarf. Doch diese Hilfsbereitschaft, die ihm entgegengebracht wurde, fasste der Asylwerber offenbar falsch auf. „Ich war machtlos. Ich hab mich untersterblich in sie verliebt und war verrückt nach ihr“, gestand der junge „Romeo“ nun am Innsbrucker Landesgericht.

Neun Monate lang belästigt
Seine Zuneigung ließ er die Heimleiterin auch spüren. Neun Monate lang terrorisierte er seine Angebetete regelrecht mit Anrufen. Auch mitten in der Nacht klingelte das Telefon. Und obwohl die Heimleiterin dem Afghanen öfters verdeutlichte, dass sie nichts von ihm will, machte er mit seinen aufdringlichen Avancen munter weiter. Auch die Tatsache, dass der Freund der Frau sowie die Polizei dem Asylwerber ins Gewissen redeten, half nicht viel. „Wenn eine Frau ,nein‘ sagt, heißt das bei uns auch ,nein‘“, erklärte Richterin Helga Moser dem Angeklagten und verurteilte ihn einer Geldstrafe in Höhe von 800 Euro. Die Hälfte wurde bedingt nachgesehen. Nicht rechtskräftig.

Samuel Thurner
Samuel Thurner

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