An fünf Positionen hatte Trainer Werner Gregoritsch (Bild) - teils freiwillig, teils durch Ausfälle erzwungen - die Truppe gegenüber dem 0:4 in Salzburg verändert. Doch es dauerte nur zwei Minuten länger als zuletzt bei den "Bullen" bis zum 0:1 - Kuljic nach einem Corner und einer Kopfballstafette, bei der die Abwehr nicht gut aussah (13.).
Erster KSV-Treffer nach 378 Minuten
Der Unterschied aber: diesmal ließen die "Falken" nicht die Flügel hängen. Im Gegenteil, sie fighteten sich zurück - und nur wenig später fiel das erste KSV-Tor nach 378 Minuten. Dunst stieß Sencar nieder, Scharrer, erstmals von Beginn an dabei, versenkte den Elfmeter zum 1:1 (18.). Sein erstes Bundesligator seit 26. November 2005! Ein Schock für den Aufsteiger, die Kapfenberger aber rochen plötzlich Lunte, kamen vor allem über Sencar immer wieder gefährlich durch - und er machte nach einem Corner aus einem Gestocher auch das 2:1 (33.).
KSV hätte zur Pause sogar höher führen können, ja müssen. Aber Sencar (36.) und Alar (43.) vergaben Riesenchancen. Üblicherweise rächt sich sowas, diesmal aber zum Glück nicht. Nur drei Minuten nach dem Wechsel versenkte Fukal einen Corner von Heinz wuchtig per Kopf zum 3:1 (48.).
Zittern im Finish
Danach wurde es ein offener Schlagabtausch mit Möglichkeiten hüben und drüben, das Tor allerdings machte Kuljic per Kopf nach einem Freistoß (66.). Aber die KSV-Abwehr stand gut - und der Anschlusstreffer schmerzte nicht mehr sehr. Auf jeden Fall weniger als das tiefe Cut, das Gansterer bei seiner Premiere im KSV-Dress erlitt.
Das sagten sie nach dem Spiel
Werner Gregoritsch (Kapfenberg-Trainer): "Der Sieg ist sehr wichtig fürs Selbstvertrauen. Ich wäre mit einem Punkt zufrieden gewesen, aufgrund des Spielverlaufs und der Torchancen geht der Sieg aber in Ordnung."
Helmut Kraft (Neustadt-Trainer): "Der Sieg der Kapfenberger geht in Ordnung, sie haben mehr fürs Spiel gemacht. Die Mannschaft hat in der Zuteilung Probleme, das muss man intern ansprechen und bis zum nächsten Spiel abstellen. Kapfenberg ist nicht so schlecht, wie sie vor dem Spiel gemacht wurden."
Daten
Fußball-Bundesliga (7. Runde): SC Magna Wiener Neustadt - Kapfenberger SV Superfund 2:3 (1:2). Stadion Wiener Neustadt, 3.000, SR Drachta.
Torfolge: 1:0 (13.) Kuljic, 1:1 (19.) Scharrer (Elfmeter), 1:2 (33.) Sencar, 1:3 (47.) Fukal, 2:3 (67.) Kuljic.
Gelbe Karten: Ramsebner, Johana, Grünwald bzw. Siegl.
Wiener Neustadt: Fornezzi - Dunst, Johana, Ramsebner, Klapf - Wolf, Reiter (62. Martinez), Grünwald, Gercaliu (51. Burgstaller) - Viana (79. Kurtisi), Kuljic.
Kapfenberg: Wolf - Gansterer, Rauscher, Fukal, Osoinik - Schmid, Heinz (87. Siegl), Scharrer (63. Hüttenbrenner), Majstorovic, Sencar - Alar (73. Wieger).
von Hannes Steiner (Kronen Zeitung) und steirerkrone.at
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.