Crash auf der Pyhrn

Reisebus umgekippt – acht Menschen verletzt

Steiermark
04.09.2009 15:09
Ein schwerer Verkehrsunfall hat Freitagmittag auf der A9, der Pyhrnautobahn, südlich von Graz acht Verletzte gefordert. Ein in Wien zugelassener, von einem Bosnier gelenkter Reisebus mit zwölf französischen Urlaubern sowie einer slowakischen Reiseleiterin war bei starkem Regen ins Schleudern geraten und umgekippt. Zwei Insassen erlitten dabei schwere, sechs weitere leichte Verletzungen.

Zwei Personen waren im Fahrzeug eingeklemmt und mussten von der Rettung bzw. der Feuerwehr befreit werden. Für die leicht verletzten bzw. unverletzten Businsassen - laut Polizei durchwegs ältere Leute - wurde im nahen Schwarzl-Freizeitzentrum (SFZ) eine Betreuungsstation eingerichtet.

Mehr Bilder vom Unfallort findest du in der Infobox!

Der Reisebus dürfte um 11.55 Uhr laut Polizei aus Eigenverschulden umgekippt sein, eine mögliche Ursache könnte Aquaplaning gewesen sein. Das Fahrzeug war nach Zeugenaussagen auf der nassen Straße ins Schleudern geraten, hatte sich unter der Überführung der Mitterstraße einmal um die eigene Achse gedreht und war dann auf die linke Seite gekippt, so Gruppeninspektor Fritz Gruber.

Schwer verletzter Mann wurde operiert
Eine Frau mit Hüftverletzung wurde mit dem Christophorus-12-Rettungshubschrauber des ÖAMTC ins LKH Graz geflogen, ein weiterer schwer verletzter Mann mit dem Notarztwagen ins UKH Graz gebracht und inzwischen operiert. Die anderen zwölf Insassen des Busses kamen laut den Einsatzkräften unverletzt bzw. mit leichteren Verletzungen davon. Auch der Lenker blieb unverletzt. Die Urlauber wurden ins nahe SFZ gebracht, wo sie von Betreuern und Dolmetschern empfangen wurden. Auch ein Kriseninterventionsteam wurde zur Betreuung entsandt.

Urlaubsreise nach Slowenien
Die Gruppe war von Wien ins slowenische Marburg unterwegs gewesen, um dort zu Abend zu essen und nach Laibach weiterzufahren, wo die Franzosen einen einwöchigen Urlaub hätten verbringen sollen. Ein Sachverständiger begutachtete das Buswrack am Nachmittag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft, um Anhaltspunkte für die Unfallursache zu finden. Das sonst übliche Anfertigen einer Fotogeometrie durch die Polizei war wegen des Regens nicht möglich, so Gruppeninspektor Gruber. 

Umfangreicher Stau
Wegen des Unfalls kam es zu einem Stau auf der A9 in Fahrtrichtung Spielfeld, der bis zum Knoten mit der Südautobahn (A2) bei Graz-West zurückreichte. Gegen 14.30 Uhr hatten die meisten Einsatzfahrzeuge die Unglücksstelle verlassen, der Verkehr konnte wieder auf zwei Spuren fließen.

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