Es war wieder einmal der Schöckelbach, der nicht gebändigt werden konnte. Obwohl es in Andritz bereits zu regnen aufgehört hatte, wurden die Menschen plötzlich von einer meterhohen Flutwelle überrascht.
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Die Wassermassen waren derart gewaltig, dass die von der Feuerwehr vorsorglich mit Sandsäcken errichteten Dämme brachen. 150 Mann von der Berusfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Graz arbeiteten bis zur Erschöpfung. "Wir müssen schon zu kleinen Einsätzen mit der großen Drehleiter ausrücken, weil wir keine Fahrzeuge mehr zur Verfügung haben", meldete die Zentrale der Berufsfeuerwehr.
Zehn Menschen in Hotel untergebracht
Es waren nicht nur Straßen, Keller und Garagen, sondern auch einige Parterrewohnungen überflutet worden: "Zehn Personen haben wir in einem Hotel untergebracht", sagte der Grazer Katastrophenschutzreferent Helmut Nestler. Bürgermeister Siegfried Nagl, der sich um 4 Uhr früh selbst ein Bild von der Lage machte, gab am Vormittag Katastrophenalarm.
SOS Kinderdorf unter Wasser
Schlimm war auch die Situation in den Gemeinden nördlich und nordöstlich von Graz: In Kleinstübing standen der Innenhof des SOS-Kinderdorfs - sicherheitshalber wurde der Strom abgeschaltet - und der Kindergarten unter Wasser. Es gingen zahlreiche Muren ab, deshalb war auch die Pyhrnautobahn bei Deutschfeistritz gesperrt, die Autos blieben im Schlamm stecken.
Südbahnstrecke vermurt
Wegen Muren gesperrt wurde auch die Südbahnstrecke beim Freilichtmuseum Stübing. Weitere Problem-Gemeinden: Eggersdorf, Hart-Purgstall und Brodingberg - überall gesperrte Brücken und Straßen, einige Menschen wurden von der Feuerwehr vor den Wassermassen gerettet.
Weiz versank im Schlamm
Ein ähnliches Bild gab's im Bezirk Weiz, wo ebenfalls mehrere Gemeinden betroffen waren - so auch die Stadt Weiz, deren Zentrum zuerst unter Wasser und danach unter Schlamm stand.
von Peter Riedler, "Steirerkrone"
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