"Im Stich gelassen"

Andritz in Angst vor neuem Hochwasser

Steiermark
22.08.2009 14:57
Bei jedem Regen geht in Graz-Andritz (Bild vom 18. Juli 2009) die Angst vor einem neuen Hochwasser um. Bei einer Demonstration ließen Bewohner am Freitag einen Hilferuf los, doch von den verantwortlichen Stadtpolitikern ließ sich niemand blicken. Im Büro von Bürgermeister Siegfried Nagl macht man auch verstockte Grundstücksbesitzer für die Lage verantwortlich.

"Wir fühlen uns im Stich gelassen", klagen Anrainer die Stadt Graz an, die seit Jahren säumig sei, was Schutzmaßnahmen betrifft. An der Spitze der mehr als 100 Demonstranten in Andritz standen Horst Jörg und Erich Cagran.

Versicherungen wollen nicht mehr zahlen
Die beiden Aktivisten ärgerten sich vor allem darüber, dass die verantwortliche Politik es nicht der Mühe Wert befand, sich den besorgten Demonstranten zu stellen. Cagran: "Doppelt bitter für die Opfer ist, dass Versicherungen aufgrund wiederholter Schadensfälle nur noch bedingt zahlen wollen. Auch von der Stadt gibt's keine Entschädigungen."

Großdemo am Hauptplatz geplant
Cagran will nun eine Großdemo auf dem Grazer Hauptplatz organisieren, an der alle Hochwasseropfer aus Andritz, St. Peter, Liebenau und Mariatrost teilnehmen sollen. Im Büro von Bürgermeister Siegfried Nagl heißt es, dass zwei Anrainer überhöhte Forderungen für die Grundstücksablösen verlangen würden und sich die Schutzmaßnahmen deshalb verzögern würden.

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