"Das zweite Auge"

Grazer Staatsanwalt ermittelt im Fall Kampusch

Steiermark
08.07.2009 13:16
Ein Grazer Staatsanwalt ist mit den seit November 2008 laufenden Ermittlungen rund um den Entführungsfall Natascha Kampusch betraut worden. Es handelt sich um Oberstaatsanwalt Thomas Mühlbacher (kleines Bild). Er soll in zweiter Instanz die Arbeit der Wiener Behörde ergänzen, bestätigte Katharina Swoboda, Sprecherin des Justizministeriums, am Dienstag. Die Wiener Staatsanwaltschaft behält die erste Zuständigkeit, der Akt bleibt in der Bundeshauptstadt. Mühlbacher "ist das zweite Auge", so Swoboda.

Bei größeren Strafverfahren komme es öfter vor, dass zur Ergänzung noch jemand hinzugezogen werde. Der jetzige Schritt sei außerdem im jüngsten Bericht der Kampusch-Evaluierungskommission im Innenministerium angeregt worden. Die Expertengruppe unter der Führung des ehemaligen Verfassungsgerichtshofpräsidenten Ludwig Adamovich hat die Aufgabe, eine Analyse für eine Verbesserung der organisatorischen Abläufe bei Ermittlungen durchzuführen.

Bericht unter Begutachtung
Die Wiener Oberstaatsanwaltschaft begutachtet derzeit den Bericht des zuständigen Staatsanwalts. Für diese Aufgabe wurde Mühlbacher der Behörde zunächst für vier Wochen zur Seite gestellt, bei Bedarf könnte der Einsatz verlängert werden. Dass der Grund für die erweiterte Zuständigkeit mögliche Erhebungen bezüglich Mittätern von Kampuschs Entführer Wolfgang Priklopil sein könnten, wies Swoboda zurück.

Kellerverlies
Natascha Kampusch wurde im Alter von zehn Jahren in Wien auf dem Schulweg entführt und mehr als acht Jahre von Priklopil in einem Kellerverlies in Strasshof gefangen gehalten. Im August 2006 gelang ihr die Flucht, ihr Kidnapper nahm sich daraufhin das Leben.

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