Die aktuelle Einbruchsstatistik, die der "Krone" vorliegt, ist alarmierend: Von 1. Jänner bis Ende Mai wurden in Graz 1.712 Einbrüche zur Anzeige gebracht, im Vorjahr waren es noch 1.229. Das entspricht einem Anstieg von knapp 40 Prozent (siehe Storyende).
Zentrum besonders betroffen
Das Gros der Einbrüche passiert in den sechs Innenstadtbezirken. "Gerade im Stadtzentrum gibt es viele Geschäfte und Büros. Einbrecher wissen, dass sie am Abend und am Wochenende ungestört arbeiten können", so Gerhard Lecker von der Grazer Polizei. Am meisten Einbrüche wurden in Jakomini angezeigt. Ebenfalls stark betroffen sind Lend, Gries und Geidorf. "Hier gibt es viele Wohnhäuser, die Menschen leben eher zurückgezogen und anonym", meint Lecker.
"Edelbezirke" bleiben oft verschont
Die ruhigsten Bezirke sind gleichzeitig die sichersten: In Graz-Jakomini passieren zehnmal so viele Einbrüche wie in Waltendorf und Ries. Lecker: "Es handelt sich hierbei um Villenviertel, viele Häuser sind mit hohen Hecken, Zäunen, Alarmanlagen und Kameras sehr gut gesichert."
Beschaffungskriminalität
Immer öfter Motiv ist die sogenannte Beschaffungskriminalität - vor allem bei Kellereinbrüchen: "Dort ist zwar meist wenig zu holen, aber Keller sind leicht aufzuknacken", sagt Lecker. Die größte Tätergruppe seien Banden aus dem Osten.
Daten & Fakten
von Ernst Grabenwarter, "Steirerkrone"
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