Rasante Talfahrt

Vier Pleiten pro Tag

Steiermark
26.03.2009 17:47
Alfred Woschitz, Chef der Insolvenzabteilung des Kreditschutzverbandes von 1870, trägt eine schwere Last auf seinen Schultern. Der Weg ins "Archiv des Schreckens" (Foto) wird immer beschwerlicher. Denn kein Tag vergeht in der Steiermark ohne Konkurs.

Knapp 45 Prozent mehr Firmenpleiten", schüttelt der erfahrene Insolvenzexperte den Kopf über die rasche Talfahrt im ersten Quartal. "Die Krise hat uns voll erwischt, nach Salzburg sind wir am stärksten betroffen." 265 Konkurse sind es insgesamt, die Schadenssumme liegt bei 77 Millionen Euro, 1.100 Arbeitsplätze sind verloren.

Im Schnitt vier Pleiten pro Arbeitstag
Bricht man diese Zahlen herunter, dann wird die Dramatik besonders deutlich. Im Schnitt hat es vier Pleiten pro Arbeitstag oder alle zwei Stunden einen Konkurs gegeben. Dass die 1000er-Schallmauer bei Insolvenzen in der Steiermark heuer fällt, davon muss man (leider) ausgehen.

Eine gute Nachricht gibt's aber doch: Bei Privatkonkursen hat sich im Vergleich zum Vorjahr wenig verändert. Das Plus von 1,4 Prozent - auf 141 Verfahren - ist nicht so dramatisch. In der Bundesländerwertung liegt die Steiermark damit auf Platz 7.

Unterausschuss zu Chirurgien Bad Aussee und Mürzzuschlag
Szenenwechsel: Seit Donnerstag gibt's den von Landesrat Helmut Hirt initiierten Unterausschuss zu den Chirurgien Bad Aussee und Mürzzuschlag. In der ersten Sitzung ging's nicht nur um den Fahrplan, sondern auch darum, welche Experten auftreten werden. Ausschussvorsitzende Ingrid Lechner-Sonnek hat sich jedenfalls zum Ziel gesetzt, die Causa noch vor dem Sommer in Richtung Regierung zu retournieren. Fix ist, dass sowohl die Spitalsgesellschaft ihre Vostellungen präsentieren darf, als auch die Bürgerinitiativen aus beiden Regionen Gehör finden sollen.

Vollath zeigt "rote Karte"
Was muss passieren, dass ein Erzschwarzer wie der Abgeordnete Wolfgang Kasic mit hochrotem Kopf herumläuft? Genau: eine SPÖ-Umfärbelung. Und die passierte der ÖVP-Nationalrätin Ridi Steibl, die von Landesrätin Bettina Vollath die "rote Karte" gezeigt bekommen hat. Steibl hatte nämlich im Brotberuf das Referat "Frau-Familie-Gesellschaft" geleitet, in Zukunft wird sie nur noch für Frauen zuständig sein.

"Steiermark Inoffiziell" von Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"

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